Alfred Maydorn

Viel Zeit bleibt nicht mehr. Bis um 17:00 Uhr deutscher Zeit können sich Washington Mutual und JPMorgan noch außergerichtlich einigen. Dann beginnt eine weitere Anhörung vor der Konkursrichterin. Kommt es in letzter Sekunde doch noch zu einem warmen Geldregen?
Die Zeit wird knapp
Jetzt bleiben nur noch wenige Stunden Zeit bis zum Beginn der Anhörung und bisher ist es ruhig geblieben. Zu ruhig für viele Spekulanten, die sich zuletzt nach und nach verabschiedet haben. Gegenüber dem am Dienstag erreichten Höchstkurs hat sich das das Wert des "Zock des Jahres" in etwa halbiert. In New York rutschte die Aktie am Donnerstag erneut um rund 12 Prozent ab und ging mit 0,37 Dollar aus dem Handel - auf dem niedrigsten Schlusskurs seit Ende vergangener Woche. In Deutschland notiert die Aktie kurz nach Handelsbeginn bei 0,265 Euro und damit noch etwas tiefer.
Neuer Kursschub oder Verkaufsdruck?
Sollte es in letzter Sekunde doch noch zu einer außergerichtlichen Einigung kommen, könnte die Aktie allerdings zu einem neuen Kursschub ansetzen. Wie stark dieser ausfällt, hängt von der Höhe einer möglichen Ausgleichszahlung ab und ob der Betrag ausreicht, um die bestehenden Verbindlichkeiten von Washington Mutual auszugleichen. Einige Spekulanten rechnen mit acht Dollar oder mehr pro Aktie.
Bleibt dagegen eine Einigung im Vorfeld der heute anstehenden Anhörung aus, dann dürfte nicht nur die Konkursrichterin verärgert sein, die ja die letzte Verschiebung erst auf Bitten der beteiligten Parteien gebilligt hatte, sondern auch viele Spekulanten. Eine weitere Verzögerung würde viele kurzfristig orientierte Zocker zum Verkauf veranlassen.
Die Spannung steigt
Die Spekulation um Washington Mutual spitzt sich zu. Eine Einigung in letzter Sekunde ist weiterhin möglich und könnte auch erst wenige Minuten vor Beginn der Anhörung bekannt gegeben werden. Für die Mitspieler des "Sparkassen-Lottos" steht auf jeden Fall ein spannender Tag bevor.
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