Caroline Scherr - New York

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Eine Veröffentlichung des US-Handelsministeriums drückte die Stimmung an der Wall Street am Freitagmorgen. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im zweiten Quartal um 2,4 Prozent. Zwar hatte der Markt im Vorfeld darauf spekuliert, dass sich das Wirtschaftswachstum der USA im Vergleich zum Vorquartal verlangsamt hat. Leider fiel das Ergebnis noch schlechter aus als erwartet.
Andere Konjunkturdaten brachten den Dow Jones (10.466,10 Punkte, -0,01 Prozent) und Nasdaq (1.864,00 Punkte, +0,20 Prozent) wieder besser auf Kurs. Der Chicago-Einkaufsmanager-Index machte einen Sprung nach oben von 59,1 auf 62,3 Punkte. Das verarbeitende Gewerbe im Großraum Chicago wächst demnach wieder stärker. Das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan schrumpfte zwar auf 67,8 Zähler zusammen. Dies war aber von den Analysten so erwartet worden. Große Sprünge taten die wichtigsten US-Indizes weiterhin nicht.
Merck & Co lieferte einen Gewinneinbruch ab. Die Nettoeinnahmen fielen um 51 Prozent auf 752,4 Millionen Dollar und verpassten die Prognosen deutlich. Einige Sondereffekte belasteten die Zahlen, wie die Übernahme von AstraZeneca oder Restrukturierungskosten. Die Aktie verlor im Verlauf des Handelstags über zwei Prozent.
Bei Chevron überzeugte – wie bei Branchenmitglied Exxon Mobil – der Gewinn des letzten Quartals. Er verdreifachte sich auf 5,4 Milliarden Dollar und toppte die Prognosen. Höhere Ölpreise haben den Konzern vorangebracht. Die Produktion legte zuletzt um drei Prozent zu, und im Downstream-Bericht verbesserten sich die Margen. Der Umsatz blieb aber etwas hinter den Erwartungen zurück. Titel von Chevron rutschten leicht ins Minus.
Ansonsten vertrieb sich die Wall Street ihre Zeit mit Spekulationen über einen möglichen Börsengang von Facebook. Berichte besagen, dass das Debüt auf 2012 verschoben werden soll. CEO Mark Zuckerberg hofft bis dahin unter anderem auf bessere Werbeeinnahmen, ließen Quellen lautwerden. Einige Experten spekulieren nun, dass der Spieleentwickler Zynga ebenfalls sein IPO verschieben könnte. Beide Konzerne arbeiten eng miteinander verknüpft.