Zu den größten Verlierern der Finanzkrise gehören die Aktien von Beteiligungsfirmen, die regelrecht in Sippenhaft genommen wurden und allesamt deutlich an Wert verloren. Eine Gesellschaft, die das nicht verdient hat, ist MBB Industries (WKN A0E TBQ).
Der Berliner Konzern hält sechs größere Beteiligungen an mittelständischen Industrieunternehmen wie etwa Delignit oder der ehemaligen Continental-Tochter CT Formpolster und erzielte auch in den vergangenen Jahren stets schwarze Zahlen.
Zudem kann MBB eine sehr solide Bilanz vorweisen. Das Eigenkapital belief sich zum Ende des dritten Quartals 2009 auf 48,9 Millionen Euro, der Netto-Cashbestand auf 12,2 Millionen Euro - stattliche Größen angesichts eines Börsenwertes von nur 42,9 Millionen Euro.
Für 2009 dürfte MBB ein Ergebnis von 0,60 Euro je Aktie ausweisen (2008 1,22 Euro; 2007 2,07 Euro). Für die kommenden Jahre rechnet Konzernchef Christof Nesemeier dank der Konjunkturerholung mit deutlich steigenden Gewinnen der mittelständischen Firmen, die zum Beteiligungsportfolio gehören. Im Jahr 2012 erwartet MBB einen Umsatz von 300 Millionen und ein Ergebnis von 3,00 Euro je Aktie - damit würde das KGV auf gerade einmal 2 sinken.
Klar unterbewertet
Neben MBBs solider Bilanz und den glänzenden Wachstumsperspektiven spricht vor allem die Bewertung für einen Kauf der Aktie. Angesichts eines Börsenwerts, der knapp ein Viertel unter dem Buchwert notiert, und eines 2012er-KGVs von 2 ist auf Sicht von zwei bis drei Jahren eine Kursverdopplung möglich.