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Tomorrow-Focus-Chef Stefan Winners über Apple, Facebook, Xing & Co

Leon Müller

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Tomorrow Focus blickt auf ein beeindruckendes erstes Halbjahr zurück. Umsatz und Gewinn stiegen kräftig, auch oder vor allem aufgrund einer starken Entwicklung im Segment Portalgeschäft. Jetzt hat sich CEO Stefan Winners in einem Fernseh-Interview zu potenziellen Umsatztreibern geäußert, aber auch zu Facebook, Xing und möglichen Übernahmezielen.

Tomorrow Focus hat die Veröffentlichung der Zahlen zum ersten Halbjahr vorgezogen, Aktionären wie Marktbeobachtern bereits Freitag dieser Woche Einblick in das Zahlenwerk gewährt. Der Grund: Die Daten sind weitaus besser als man zuvor erwartet hatte. Der Umsatz stieg um 44,9 Prozent auf 59,2 Millionen Euro, je Aktie blieben 3 Cent hängen, nachdem ein Jahr zuvor noch eine glatte null zu lesen war. Vorstandschef Winners führt diesen Effekt auf mehrere Faktoren zurück. Wesentlich aber war das "sehr starke Wachstum im werbefinanzierten Portalgeschäft". Der Umsatz des Portalsegments verbesserte sich um 59,8 Prozent auf 13,6 Millionen Euro. Doch das soll es noch längst nicht gewesen sein, wie Winners nur eine Stunde nach Veröffentlichung der ad-hoc im Interview mit dem Deutschen Anleger Fernsehen erklärte...

"Wir wollen weiter akquirieren"

Tomorrow Focus ist auf Brautschau. Winners will in den kommenden Jahren ein bis zwei größere Übernahmen stemmen. Im Fokus stehen vor allem hochprofitable Unternehmen, die vor Steuern ein bis drei Millionen Euro zum Gewinn beitragen können. Konkret auf Übernahmeziele angesprochen, entgegnete Winners im Interview wie folgt: "Eine Xing ist viel zu groß für uns." Sein Interesse gilt vor allem kleineren Unternehmen. Und ein Social Network wie StudiVZ in Kleinformat? "StudiVZ ist kein Modell der Zukunft, wird letztlich von Facebook zerstört werden." Die Gruppe gehört seit 2007 zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck. Interessant ist für den Manager auch der Technologiesektor. Mit Cellular hat Tomorrow Focus eine Tochtergesellschaft, die unter anderem Applikationen für das iPhone und das iPad von Apple entwickelt: "Wir profitieren vom mobilen Boom."

Übernahme durch Burda?

Während Tomorrow Focus noch auf der Suche nach Übernahmezielen ist (im Interview erklärt Winners, worauf es ihm dabei ankommt), könnte das Unternehmen über kurz oder lang selbst von der Börse verschwinden. Mit Hubert Burda Media hat Tomorrow Focus einen starken Großaktionär, der die Mehrheit am Unternehmen hält. "Wir sind mit Burda im Gespräch, aber es gibt keine Pläne, Tomorrow Focus von der Börse zu nehmen", so Winners. Dahinter würden bewusste "Falschinformationen" stecken. DER AKTIONÄR hält eine Komplettübernahme durch den Großaktionär für nicht ausgeschlossen. Die Tomorrow-Focus-Aktie notiert im Jahresvergleich nahezu unverändert, spiegelt den Unternehmenswert kaum wieder.

Aktie mit über 100 Prozent Potenzial

DER AKTIONÄR hat in der Vergangenheit immer wieder auf die hohen Wachstumsraten bei Tomorrow Focus hingewiesen. Zwischenzeitlich erlebte die Aktie einen Höhenflug, stieg in der Spitze bis auf 4,44 Euro. Inzwischen gibt es einen Anteilsschein bereits wieder für 3,15 Euro. Am Kursziel von 7,00 Euro ändert dies nichts. Daraus resultiert ein Potenzial in Höhe von 122 Prozent. Der Stopp sollte aus charttechnischen Gründen relativ eng bei 2,90 Euro gesetzt werden.

Um das vollständige Interview mit Tomorrow-Focus-Chef Stefan Winners zu sehen, klicken Sie einfach auf diesen Link: "Big Player des deutschen Internets" - Tomorrow Focus CEO S. Winners im Exklusiv-Interview (Quelle: www.daf.fm). 

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