"SAF-Holland ist gut in das Jahr gestartet. Unsere Erwartungen an das Umsatzwachstum im ersten Quartal wurden übertroffen und haben sich auch beim Ergebnis mehr als erfüllt." Mit diesen Worten kommentierte der Vorstandsvorsitzende Detlef Borghardt die Zahlen des Zulieferers für die Nutzfahrzeugindustrie (WKN A0M U70). Trotz der positiven Geschäftsentwicklung ist die Aktie danach stark gefallen. Von 5,50 Euro aus ging es sehr schnell in Richtung vier Euro. Erst bei 4,045 Euro konnte der Abwärtstrend gestoppt werden.
Positiver Ausblick
Die Performance der Aktie ist umso erstaunlicher, als auch der Ausblick von Borghardt optimistisch stimmt. Für 2012 rechnet er mit einer guten Geschäftsentwicklung. Das Management geht sogar davon aus, dass sich diese im Jahr 2013 fortsetzen wird. Eine Einschränkung gab es allerdings, und eventuell hatte das die Anleger gestört: Borghardt setzt eine stabile finanz- und wirtschaftspolitische Entwicklung in Europa und Nordamerika voraus.
Die Konjunktursorgen sind in der Tat nicht von der Hand zu weisen, doch selbst wenn SAF-Holland nur die Ergebnisse des Vorjahres bestätigt, wäre die Aktie auf dem aktuellen Niveau ein Schnäppchen. Im Geschäftsjahr 2011 legte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr deutlich um 31,7 Prozent auf 831,3 Millionen Euro zu, das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis je Aktie verbesserte sich auf 73 Cent.
Derzeit gehen die Analysten noch von einer leichten Ergebnisverbesserung auf 80 Cent je Aktie aus. Sollte der Konzern die Konsensprognose erfüllen, wäre das Unternehmen nicht einmal mit dem 6-fachen Gewinn bewertet.

Trading-Chance
DER AKTIONÄR hat die Aktie von SAF-Holland bereits am 4. Juni aus den genannten Gründen in das Online-Real-Depot gekauft. Trotz des zwischenzeitlichen Anstiegs um rund zehn Prozent hat das Papier noch weiteres Potenzial. Das Ziel für die nächsten Wochen liegt bei 5,50 Euro. Der Stopp sollte knapp unter der 4-Euro-Marke platziert werden.
Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte:
Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.