2G-Bio-Energietechnik AG (WKN A0H L8N) hat das Jahr 2009 mit absoluten Rekordwerten abgeschlossen und dabei sogar die Schätzungen der Analysten übertroffen.
Nach vorläufigen Zahlen hat der Spezialist für Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (Blockheizkraftwerke) den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 138 Prozent auf rund 50 Millionen Euro gesteigert. Experten hatten hier im Vorfeld nur 47 Millionen erwartet. Der Vorstandsvorsitzende Christian Grotholt geht deshalb davon aus, auch bei den Ergebniskennziffern die Schätzungen der Analysten zu übertreffen. Diese erwarten ein EBIT von 1,6 Millionen Euro und einen Gewinn je Aktie von 0,26 Euro.
Auslandsexpansion
Die Gesellschaft hat mit den Zahlen eindrucksvoll die führende Position bei Biogas-Blockheizkraftwerken belegt. 2G sollte das sich bietende Wachstumspotenzial nutzen den Umsatz in den kommenden Jahren weiter dynamisch steigern. Die angekündigte Auslandsexpansion sollte dabei maßgeblich zu beitragen. Für Grotholt bietet vor allem Kanada und hier insbesondere ein Flächenstaat wie Ontario ein herausragendes Potential. So ist dort seit Oktober 2009 eine erhöhte Einspeisevergütung für Strom aus Biomasse gesetzlich verankert. "Die Besonderheit des Marktsegmentes der jetzt geförderten landwirtschaftlichen Biogasanlagen besteht in der nicht ausreichend vorhandenen Übertragungskapazität der Überlandleitungen", heißt es aus der 2G-Firmenzentrale. Damit können im Außenbereich, dort wo die Farmen angesiedelt sind, nur Anlagenkonzepte mittlerer Leistung realisiert werden. Das spielt 2G als absolutem Spezialisten auf diesem Gebiet in die Karten. Erste Kooperationen wurden bereits abgeschlossen.
Mittelfristig zweistellige EBIT-Margen
Schon jetzt kann sich der Hersteller von Blockheizkraftwerken vor Aufträgen kaum retten - zum 30. September 2009 lag der Auftragsbestand auf dem Rekordniveau von 47,7 Millionen Euro. Trotz einer Verdopplung der Produktionskapazitäten im laufenden Jahr liegen die Pläne für eine weitere Werkshalle im Jahr 2010 bereits in der Schublade. Vor diesem Hintergrund erscheint die die aktuelle Kapitalisierung von 35 Millionen Euro "ausbaufähig". Mit den stark steigenden Umsätzen, dem zunehmenden Service-Anteil am Umsatzmix und höheren Stückzahlen sind Skaleneffekte, verbunden, die mittelfristig zu zweistelligen EBIT-Margen führen sollen. Im laufenden Jahr sollten mehr als 0,56 Euro Gewinn je Aktie durch die Bücher gehen. Für 2011 liegen die Schätzungen bei 0,88 Euro je Aktie. Damit ist der Technologieführer mit einem 2011er-KGV von 10 absolut günstig bewertet.

Vor Aufwärtsbewegung
Charttechnisch stehen die Ampeln jetzt wieder auf grün. Die Aktie legte bereits nach der Empfehlung in AKTIONÄRs-Ausgabe 52/2009 eine fulminante 100-Prozent-Rallye auf das Parkett. Nach der notwendigen Korrektur bekommen die Papiere nun wieder Rückenwind. DER AKTIONÄR hatte bereits drauf hingewiesen, dass der langfristige, seit März 2009 gültige Aufwärtstrend intakt ist. Erstes Tradingziel ist das bisherige Jahreshoch bei 10,90 Euro. Auch fundamental wäre dieser Anstieg gerechtfertigt.