Die guten die 9-Monatszahlen der Softing AG (WKN 517 800) sind im allgemein schwachen Gesamtmarkt untergegangen. Auch die Erhöhung der Jahresprognose konnte den Kurs des auf Kommunikation in der industriellen Automatisierung und Fehlerdiagnosegeräte für die Automobilelektronik spezialisierten Unternehmens bisher nur wenige Impulse geben.
Beim Auftragseingang legte Softing in den ersten neun Monaten um 33 Prozent auf 30,4 Millionen Euro zu. Die Umsatzerlöse kletterten um rund 26 Prozent auf 27,6 Millionen Euro, während sich das EBIT von 0,7 Millionen Euro im Vorjahr auf 2,8 Millionen Euro vervierfacht hat. Das stärkste Wachstum verzeichnete dabei der Automotive-Bereich mit einem Umsatzplus von 46 Prozent auf 10,7 Millionen Euro bei einem EBIT von 1,7 Millionen Euro. Im Segment Industrial Automation stiegen die Umsätze um über 16 Prozent auf 16,8 Millionen Euro, was eine Ergebnisverbesserung von 0,8 Millionen Euro im Vorjahr auf 1,1 Millionen Euro zur Folge hatte. "Die Ergebnisvervierfachung resultiert aus einer Vielzahl von neuen Produkten. Davon sind noch nicht alle am Markt sondern werden erst in den nächsten Monaten vorgestellt. Wir gehen deshalb davon aus, dass wir das ertragsreiche Wachstum auch in den kommenden Jahren verstärkt fortsetzen werden", so Softing-Chef Dr. Wolfgang Trier.
Prognose angehoben
Auf Grund des guten Geschäftsverlaufs im laufenden Jahr hat Trier die Guidance für 2011 nach oben gesetzt. Nachdem 2010 ein Umsatz von 31,67 Millionen Euro erzielt werden konnte, wird im laufenden Jahr ein Umsatz von rund 37 Millionen Euro erwartet. Bisher wurden 35 Millionen Euro prognostiziert. Beim EBIT wird nunmehr ein Wert von mehr als 3,7 Millionen Euro angepeilt - nach erzielten 1,53 Millionen Euro im Vorjahr. Die Aktionäre sollen am Erfolg der Gesellschaft in Form einer verbesserten Dividende beteiligt weiden. Vorstand und Aufsichtsrat prüfen für die Hauptversammlung 2012 eine auf bis zu 0,20 Euro pro Aktie erhöhte Dividende (Vorjahr: 0,11 Euro).

Kursniveau nutzen
Nach Einschätzung des AKTIONÄR stehen die Chancen gut, dass Softing beim EBIT im Gesamtjahr in die Nähe von vier Millionen Euro kommen wird, was einem Gewinn je Aktie von schätzungsweise 0,55 Euro entsprechen würde. Auch finanziell ist die Firma gut ausgestattet. Mit einer Liquidität von knapp sieben Millionen Euro verfügt Softing über Cash je Aktie von rund 1,20 Euro. Das Wachstum dürfte auch 2012 anhalten, da sich dann die Aufträge von Porsche und Daimler Benz in den Umsätzen niederschlagen werden. Risikobewusste Anleger nutzen das aktuelle Kursniveau, um eine Position in diesem aussichtsreichen Nebenwert aufzubauen.