Vom Pleiteverein zum Vorzeigeclub - Borussia Dortmund hat es geschafft! 2005 stand der einzige börsennotierte deutsche Fußballclub kurz vor der Insolvenz; sechs Jahre später hat der Verein neben dem sportlichen auch den wirtschaftlichen Erfolg. Entsprechend euphorisch verlief gestern die Mitgliederversammlung in der Dortmunder Westfallenhalle 2. Die Mannschaft erhielt Standing Ovations, nachdem sie am Vortag den Rekordmeister aus München in dessen Stadion mit 1:0 besiegt hatte.
Rekordgewinn
Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke präsentierte noch einmal die Zahlen für das am 30. Juni abgelaufene Geschäftsjahr 2010/11. Der Revierclub erwirtschaftete bei einem Umsatz von 151,5 Millionen Euro einen Gewinn von 5,4 Millionen Euro. In der KGaA erhöhte sich der Überschuss gar auf 9,5 Millionen Euro.
Der Präsident des Vereins, Reinhard Rauball, stellte fest: "Die tiefen Gräben von damals sind beseitigt. Borussia Dortmund hat sich in der Beletage des deutschen Fußballs zurückgemeldet."
Erfolgreiches Quartal
Auch die Ergebnisse für das erste Quartal, die vor wenigen Tagen vorgestellt wurden, können sich sehen lassen. Bei Umsatzerlösen von 43,1 Millionen Euro verdiente der BVB 4,2 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum stand noch ein Verlust von einer halben Million Euro zu Buche.
Ein weiterer Meilenstein für die Dortmunder wäre ein Weiterkommen in der lukrativen Champions League. Dazu müsste der BVB allerdings die beiden ausstehenden Partien beim FC Arsenal London (Mittwoch) und zuhause gegen Olympique Marseille (6. Dezember) gewinnen. Zumindest sollte der aktuell dritte Platz verteidigt werden, der zur Teilnahme in der Europa League berechtigt.

Aktie gleich Sportwette
Beflügelt vom 1:0-Sieg in München notiert die BVB-Aktie heute kräftig im Plus; in Frankfurt wurden sogar schon mehr als 2,20 Euro bezahlt. Charttechnisch betrachtet ist das Papier damit aus dem kurzfristigen Abwärtstrend ausgebrochen. Entscheidend für den weiteren Kursverlauf ist aber, wie die Mannschaft auf internationaler Bühne abschneidet. Gewinnt der BVB am Mittwoch beim FC Arsenal, und die Chancen dafür stehen nicht schlecht, ist von einer Fortsetzung der Erholung auszugehen.