Bastian Galuschka
Nach vorläufigen Zahlen hat der Generikakonzern im abgelaufenen Jahr deutlich mehr verdient als noch 2008. Aktionäre können sich daher über eine angehobene Dividende freuen. Auch charttechnisch macht die Aktie eine exzellente Figur.
Trotz schwieriger Rahmenbedingungen und eines Umsatzrückgangs hat der Generikakonzern STADA im abgelaufenen Jahr den Gewinn deutlich zweistellig steigern können. Im Detail sank zwar der Umsatz um rund fünf Prozent auf 1,57 Milliarden Euro, das Ergebnis legte aber um 32 Prozent auf gut 100 Millionen Euro oder 1,71 Euro je Aktie (Vorjahr: 1,30 Euro) zu. Der Konzern will daher die Dividende anheben von 0,52 Euro im Vorjahr auf jetzt 0,55 Euro je Aktie. Endgültige Zahlen wird STADA am 30. März vorlegen.
Verhalten optimistisch
Als Ziel für das laufende Jahr nannte das Management, die operative Marge von 13,4 Prozent mindestens konstant halten zu wollen. Das operative Geschäft werde zwar weiterhin von starkem Wettbewerbs- und Margendruck geprägt sein, dennoch sind die Verantwortlichen zuversichtlich, den Umsatz 2010 steigern zu können. Viel werde erneut auch von der Währungsseite abhängen. Hier spielen bei STADA vor allen Dingen die Währungsverhältnisse russischer Rubel und serbischer Dinar zum Euro eine große Rolle.
Daneben soll auch die Nettoverschuldung weiter sinken. 2009 reduzierte STADA seinen Schuldenstand von 1,02 Milliarden Euro auf knapp unter 900 Millionen Euro.
Analysten zufrieden
Die Analystenschar zeigte sich von den vorgelegten Zahlen angetan und erhöhte reihenweise ihre Kursziele für die STADA-Aktie. Equinet von 25 auf 30 Euro, UBS von 25 auf 27 Euro, Chevreux von 28 auf 32 Euro. Den Vogel schossen allerdings die Experten der Deutschen Bank ab. Sie sehen mittlerweile sogar Potenzial bei der Aktie bis auf 36 Euro.

Nächster Halt: 30 Euro
Die STADA-Aktie zählt aktuell zu den technisch stärksten Aktien am deutschen Markt. Mit einem 2011er-KGV von 14 bei einem prognostizierten einstelligen Gewinnwachstum ist der Titel zwar fundamental kein Schnäppchen mehr. Momentumorientierte Trader kommen hier derzeit jedoch voll auf ihre Kosten.
Nachdem der Titel den Widerstand von 26,80 Euro gestern überwinden konnte, hat er ein neues Kaufsignal generiert. Das nächste Etappenziel liegt damit bei 30 Euro.