Frank Phillipps
Qiagen hat mit den Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2009 die Erwartungen des Marktes übertroffen. Erstmals erzielten die Hildener mehr als eine Milliarde Dollar Umsatz. Im laufenden Jahr will der Diagnostik-Spezialist weiter wachsen.
Qiagen hat im vierten Quartal 2009 den Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 22 Prozent auf 289,1 Millionen Dollar gesteigert. Das operative Ergebnis erhöhte sich um sechs Prozent auf 42,9 Millionen Dollar, der konsolidierte Gewinn stieg um 80 Prozent auf 44,5 Millionen Dollar. Auf bereinigter Basis stiegen das Betriebsergebnis im vierten Quartal 2009 um 25 Prozent von 66,6 Millionen Dollar im Vergleichszeitraum auf 83,4 Millionen und der Gewinn um 32 Prozent von 43,7 Millionen Dollar auf 57,6 Millionen im vierten Quartal 2009. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg von 0,22 Dollar im vierten Quartal 2008 auf 0,24 Dollar je Anteilschein im vierten Quartal 2009.
Umsatzmilliarde geknackt
Im Geschäftsjahr 2009 erwirtschaftete Qiagen zum ersten Mal in der Geschichte des Unternehmens einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Dollar. Insgesamt gingen 1,01 Milliarden Dollar durch die Bücher des Diagnostik-Spezialisten- eine Steigerung um 13 Prozent gegenüber dem Geschäftsjahr 2008. Der bereinigte Gewinn je Aktie erhöhte sich um 16 Prozent auf 0,93 Dollar. Mit dem vorgelegten Zahlenwerk übertraf Qiagen die Erwartungen des Marktes. Vom Finanzdienstleister Bloomberg befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Umsatz von 996 Millionen Dollar und einem bereinigten Gewinn je Anteilschein von 0,84 Dollar gerechnet.
Für das laufende Jahr erwartet Qiagen einen konsolidierten Umsatz zwischen 1,12 und 1,17 Milliarden Dollar. Dies entspräche einem Wachstum zwischen 11 und 16 Prozent. Der bereinigte Gewinn soll zum Jahresende zwischen 0,90 und 0,96 Dollar je Aktie liegen.

Kursziel wird erhöht
Wieder einmal hat Qiagen Zahlen vorgelegt, die über den Erwartungen des Marktes lagen. Der Ausblick für das laufende Jahr ist als eher konservativ anzusehen und lässt Spielraum für positive Überraschungen. Fantasiefaktoren für 2010 sind die Einführung neuer Produkte und weitere Zukäufe und Partnerschaften im Bereich der personalisierten Medizin.
Die erfolgreiche Geschäftsentwicklung, die sich auch in Krisenzeiten weitestgehend konjunkturunabhängig vollzieht, wird durch die Entwicklung des Aktienkurses nicht ausreichend reflektiert. DER AKTIONÄR erhöht sein Kursziel für die Aktie von 17,50 Euro auf nun 19 Euro.