Die rasante Entwicklung in der Autoindustrie und zahlreiche Serienanläufe neuer Modelle bescheren der Progress-Werk-Oberkirch AG (PWO) blendende Geschäfte. Zudem tragen nun die Anstrengungen bei der internationalen Expansion endlich Früchte, die Anlaufkosten sind verdaut und es wird Geld verdient.
Gute neun Monate
In den ersten neun Monaten im laufenden Jahr steigerte PWO den Umsatz um 25,6 Prozent auf 241,0 Millionen Euro, wobei sich insbesondere das Seriengeschäft sehr stark zeigte, während das Werkzeuggeschäft planmäßig verlief. Das EBIT legte von 11,4 Millionen auf 13,0 Millionen Euro zu. Dank der deutlich reduzierten Steuerquote kletterte das Ergebnis je Aktie überproportional um 44 Prozent auf 2,09 Euro.
Ausland stark
"Wir haben im dritten Quartal 2011 an allen Auslandsstandorten eine positive operative Entwicklung vor Währungseffekten verzeichnet", so das Unternehmen. In Kanada und der Tschechischen Republik werden inzwischen nachhaltig positive EBITs erreicht, Mexiko hat seinen Umsatz durch Serienhochläufe gegenüber dem zweiten Quartal 2011 von 4,5 Millionen Euro auf 8,2 Millionen Euro im dritten Quartal gesteigert und erstmals schwarze Zahlen geschrieben.
Aktuelle Prognosen für PWO von Montega Research:
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2011e |
2012e |
| Umsatz in Mio. Euro |
317 |
349 |
| Gewinn je Aktie in Euro |
3,44 |
5,64 |
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Prognose bestätigt
Vor dem Hintergrund der guten Entwicklung bestätigte das Management die Prognosen für das Gesamtjahr. "Mit dem bisherigen und dem erwarteten weiteren Geschäftsverlauf 2011 werden wir unsere Prognose eines Umsatzes von etwa 300 Millionen Euro übertreffen", so das Management. Insgesamt wird nun mit einem Umsatz von rund 330 Millionen Euro gerechnet, wobei die Prognose eines operativen EBIT vor Währungseffekten von rund 19 Millionen Euro bestätigt wird.

Aktie ein Kauf
Für Zuversicht über das laufende Jahr hinaus sorgt der gute Auftragseingang. Nachdem bereits zum Halbjahr Neuaufträge über 150 Millionen Euro gewonnen wurden, kletterte das Volumen des Neugeschäfts nach dem dritten Quartal auf 240 Millionen Euro. Alle Aufträge haben Serienlaufzeiten von fünf bis acht Jahren, sodass die Planbarkeit ab 2012 beziehungsweise 2013 sehr hoch ist. Naturgemäß schlagen sich die zuletzt generierten Aufträge erst ab 2013 im Ergebnis nieder, wenn die entsprechenden Serienstarts erfolgen.
Diese Planbarkeit und die günstige Bewertung mit einem 2011er-KGV von 9 beziehungsweise einem 2012er-KGV von 6 sind höchst verlockend. Nach der zuletzt heftigen Korrektur ergibt sich daher eine aussichtsreiche Kaufchance.