DER AKTIONÄR hatte bereits mehrfach erklärt, dass das Geschäftsmodell der Nexus AG (WKN 522 090) relativ krisenresistent und gegenüber Konjunkturzyklen weitgehend unabhängig - und damit recht erfolgreich - ist. Mit den Zahlen zum dritten Quartal hat die Gesellschaft diese Einschätzung eindrucksvoll untermauert.
Diese Zahlen sind mehr als gesund: Nexus hat den Umsatz in den ersten neun Monaten 2011 um 19,5 Prozent auf 38,4 Millionen Euro gesteigert. Der Auslandsanteil am Konzern-Umsatz beträgt rund 43,5 nach 37,9 Prozent im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Sehr stark entwickelte sich dabei der Umsatz im Kerngeschäft Healthcare Software, der um 22,8 Prozent auf 35,3 Millionen Euro anstieg. Im Segment Healthcare Service gingen die Erlöse dagegen um 8,0 Prozent auf 3,1 Millionen Euro zurück. Das EBIT der Nexus AG wuchs um 44,5 Prozent auf 3,37 Millionen Euro. Das Konzernergebnis verbesserte sich um 44,3 Prozent auf 3,57 Millionen Euro.
Starke Nachfrage
Was macht die Gesellschaft so stark? Nexus unterstützt die integrierte Gesundheitsversorgung, die den Datenaustausch zwischen Hausarzt, Krankenhaus und der Rehabilitationsklinik ermöglicht. Vor allem das Klinik-Informations-System (KIS) erfreut sich einer regen Nachfrage. Mit der "One Click to Information"-Philosophie können Ärzte, Pflegepersonal und alle weiteren am Behandlungsprozess beteiligten Personen mit einem Klick zur benötigten Information kommen.
Solide Bilanz
Der operative Cashflow wurde um 17,6 Prozent auf 8,7 Millionen Euro verbessert. Zum 30. September wies die Bilanz liquide Mittel und Wertpapiere in Höhe von 21,5 Millionen Euro aus, denen keine wesentlichen Finanzverbindlichkeiten gegenüberstehen. Die Eigenkapitalquote belief sich auf 74 Prozent.
Konjunkturunabhängig
Die durch die Staatsschuldenkrise und Rezessionsängste ausgelösten Verwerfungen am Kapitalmarkt haben Nexus wenig beeinträchtigt. "Das Gesundheitswesen und damit unsere Branche ist nicht sehr stark von der Konjunkturentwicklung abhängig", erklärt Nexus-Vorstand Dr. Ingo Behrendt gegenüber dem AKTIONÄR. "Wir sehen keine signifikanten Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf. Auch mittelfristig sind wir auf steigendes Geschäftsvolumen und hohe Nachfrage ausgerichtet", führt der Unternehmenslenker aus.

Neues Kursziel
Im laufenden Jahr dürfte der Umsatz daher bis an die 50-Millionen-Euro-Marke reichen (Vorjahr: 44,8 Millionen Euro) und unter dem Strich ein Gewinn je Aktie von 0,38 Euro stehen. Im kommenden Jahr könnten der Umsatz dann auf über 55 Millionen Euro und der Gewinn je Aktie auf 0,54 Euro steigen. Vor dem Hintergrund des ungebrochenen Wachstums ist die Aktie mit einem KGV von 12 noch immer günstig bewertet. Die Aktie strebt seit mehreren Monaten in einer Range zwischen 6,20 und 7,35 Euro seitwärts. Angesichts der ungebrochen guten fundamentalen Entwicklung ist ein Ausbruch aus der Range nur eine Frage der Zeit. DER AKTIONÄR erhöht das Kursziel auf 9,00 Euro.