Nach einem furiosen Börsenjahr 2010 ist es ruhig geworden um die Aktie von YOC (WKN 593 273). Doch diese Ruhe täuscht. Der der Mobile-Spezialist dürfte auf Sicht weiter vom Boom bei Smartphones und Tablet-PCs profitieren.
Dank Smartphones und Tablet-PCs nutzen mehr Menschen das Internet von unterwegs. Das stellt die Online-Werbebranche vor ein Problem, denn deren Kunden wollen möglichst nah am Verbraucher sein und der Weg vom Desktop-PC auf mobile Endgeräte ist einer voller technischer Stolpersteine. Firmen wie der Werbespezialist YOC setzen mit ihren maßgeschneiderten Lösungen beispielsweise für mobile Portale und mobile Marketing-Kampagnen genau hier an und kommen deshalb immer besser ins Geschäft.
Namhafte Kunden
Zu den mehr als 300 Kunden von Europas führendem Mobile Technology und Media Anbieter zählen Mercedes, Coca-Cola, die Postbank oder auch Air Berlin. Insgesamt betreut YOC zudem 800 mobile Portale. Dirk Kraus ist das aber noch zu wenig. Der Vorstandschef bei YOC hat das Unternehmen deutlich verschlankt, Bereiche, die nicht zum Kerngeschäft gehören, aussortiert und will jetzt kräftig wachsen.
Verzögerte Umsätze
Dabei lief nicht alles wie geplant. Die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres waren daher eine herausfordernde Zeit, die zu einem Umsatz von 23,2 Millionen Euro (Vorjahr: 22,7 Millionen Euro) und einem operativen Verlust von 2,5 Millionen Euro (plus 2,1 Millionen Euro) führte. Grund hierfür sind sowohl ein schwacher Auftragseingang sowie zu lange Umsetzungszeiten der angestoßenen Prozesse und eine daraus resultierende verzögerte Umsatzrealisierung des Mobile Technology Segmentes. Der Kernbereich Media präsentierte sich mit einem beschleunigten Anstieg des Umsatzes dagegen weiter überproportional zum Markt.
Fokussierung fortgesetzt
Die strategische Fokussierung auf die Kompetenzen Mobile Technology und Media forciert die YOC-Gruppe aber auch im laufenden Geschäftsjahr konsequent weiter. Ab sofort werden die Produkte und Technologien aus dem Bereich Mobile Technology unter der Marke Sevenval zusammengeführt. Das Media Segment wird wie bisher unter der Kernmarke YOC Media betrieben.
Verbesserung im Q4
Besonders erfreulich: Am Rande einer Kapitalmarktkonferenz hat der AKTIONÄR erfahren, dass das Geschäft bei YOC im vierten Quartal langsam aber sicher wieder an Fahrt aufgenommen hat. "Man kann schon sehen, dass wir im vierten Quartal 2011 einen deutlichen Sprung nach vorn gemacht haben im Vergleich zum dritten Quartal", so der YOC-Vorstand gegenüber dem DAF Deutsches Anleger Fernsehen. Ob es 2012 nach dem operativen Verlust im dritten Quartal am Ende für schwarze Zahlen reicht, ist aber noch nicht klar.

Viel Luft nach oben
Gelingt es Kraus, die Herausforderungen im Mobile-Technology-Segment erfolgreich zu meistern und gleichzeitig die starke Performance im Media Segment weiter zu forcieren, dürfte die Aktie die laufende Bodenbildung abschließen und die Tiefststände schnell verlassen. In den vergangenen Tagen hat das Handelsvolumen bereits zugenommen. Die Aktie steht kurz vor einem neuen Kaufsignal. Das Kursziel von Marcus Silbe liegt zwar noch in weiter Ferne. Der Analyst bei Close Brothers Seydler Research sieht die Aktie bei 37 Euro fair bewertet. Bis in den Bereich um 25 Euro dürfte die Aktie bei einer überfälligen Gegenbewegung dennoch laufen.
Immer gut informiert
Das Online-Real-Depot garantiert absolute Transparenz - es berücksichtigt sowohl Ordergebühren als auch die Abgeltungssteuer. Der kostenlose Newsletter informiert zeitverzögert per Email über alle Veränderungen im Depot. Mit dem SMS-Alarm hat DER AKTIONÄR einen weiteren Service im Angebot. Registrierte Nutzer werden über jede Transaktion realtime per SMS auf das Handy informiert. Für weitere Informationen zum DER AKTIONÄR Online-Real-Depot SMS-Alarm einfach hier klicken.
Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte:
Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.