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  • Bärenstarker Nebenwert: Erfolgreiche Neuausrichtung eröffnet der Aktie deutliches Kurspotenzial
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Mit dem Laser in den TecDAX

Diese Zahlen können sich sehen lassen: Umsatzplus 34 Prozent, Ergebnisanstieg 42 Prozent, EBIT-Marge 15 Prozent. LPKF Laser & Electronics (WKN 645 000) wächst rasant - und das nicht erst seit dem ersten Halbjahr 2012.

Angefangen hat die Erfolgsgeschichte der im niedersächsischen Garbsen ansässigen Gesellschaft mit der Anmeldung eines Patentes für ein mechanisches Verfahren zur Herstellung von Leiterplatten im Jahr 1976. Rund zwölf Jahre später folgte der Einstieg in die Lasertechnik. 1998 kam der Börsengang. Weitere zwölf Jahre danach gelang der Durchbruch im industriellen UV-Laserschneiden. 2011 wurden mit einem massiven Investitionsprogramm in die Infrastruktur die Voraussetzungen für weiteres, nachhaltiges Wachstum geschaffen.

Breite Aufstellung

Ein Schlüssel zum Erfolg der Niedersachsen ist das breit gefächerte Produktportfolio, das speziell auf unterschiedliche Nischenmärkte zugeschnitten ist. Dazu zählen die Bereiche Automotive, Elektronik, Kunststoffverarbeitung, LED-Lichttechnologie, Medizintechnik und die Solarzellenherstellung. Die Zahl der Anwendungsbereiche steigt kontinuierlich. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Gesellschaft wird unabhängiger von Konjunkturschwankungen in einzelnen Branchen. "Unser Geschäft ist zuletzt deutlich in die Breite gegangen. Wir bewegen uns weg von der Abhängigkeit von einzelnen Kunden mit einer großen Stückzahl zu einer breiteren Kundenbasis, die dann aber weniger Maschinen abnimmt", erklärt ein sichtlich zufriedener LPKF-Finanzvorstand Kai Bentz im Gespräch mit dem AKTIONÄR.

Trend zum Wechsel

Ein zweiter wesentlicher Wachstums­treiber ist der branchenübergreifende Wechsel von herkömmlichen Produktionsverfahren zur Lasertechnologie. Mit den UV-Laserschneidsystemen lassen sich einzelne Leiterplatten besonders präzise in beliebigen Formen heraustrennen. Durch den Substitutionseffekt ist das Wachstum der Gesellschaft nicht nur von Kapazitätserweiterungen der Kunden abhängig.

Viele Stärken

In der Segmentbetrachtung hatte in Sachen Wachstum der im Bereich "Other Production Equipment" zusammengefasste Solarbereich im ersten Halbjahr ganz klar die Nase vorn. Mit dem im Dezember 2011 mit einem internationalen Solarzellenhersteller abgeschlossenen Rahmenvertrag über rund 43 Millionen Euro befindet sich LPKF trotz der Krise am Solarmarkt in einer Sondersituation. Die Abrufaufträge aus diesem Vertrag sollen bis zum Jahr 2014 nach und nach in den Auftragseingang einfließen. Dem Vernehmen nach sollte bis Ende 2012 knapp die Hälfte des Gesamtvolumens abgerufen sein. Damit ist der Solaranteil am Gesamtumsatz insgesamt recht überschaubar.

Durchbruch gelungen

Hervorzuheben ist zudem das boomende Geschäft mit Lasersystemen zum Schneiden von Leiterplatten und mit patentierten Systemen zur Laser-Direkt-Strukturierung (LDS). Hier gelang der Durchbruch in die Produktion von größeren Bauteilen wie zum Beispiel Antennen für Laptops und Tablet-PCs. Ob Apple in diesem Bereich zu den Kunden gehört, ließ sich der Vorstand nicht entlocken. Bentz machte aber klar, dass LPKF auch hier breit aufgestellt ist: "In 50 Prozent aller Smartphones sind Antennen enthalten, die mit Maschinen gefertigt worden sind, die unsere Technologie anwenden."

Platz für Überraschungen

Das macht sich im Zahlenwerk positiv bemerkbar. Insgesamt wurden die Umsätze im ersten Halbjahr 2012 um 33,6 Prozent auf 50,3 Millionen Euro gesteigert. Das EBIT legte dabei um 42 Prozent auf 7,4 Millionen Euro zu. Die EBIT-Marge stieg von 14 auf 15 Prozent. Am Ende des Jahres sieht der Finanzvorstand die Marge zwischen 15 und 17 Prozent. Dabei sollten die Umsätze zwischen 100 und 105 Millionen Euro liegen. Ein insgesamt konservativer Ausblick - der Platz für positive Überraschungen schafft.

Hier stimmt das Bild

Mittelfristig sieht Bentz die Gesellschaft ebenfalls in der Erfolgsspur. Für die kommenden zwei Geschäftsjahre rechnet der Vorstand in einem stabilen wirtschaftlichen Umfeld mit einem Umsatzwachstum von rund zehn Prozent pro Jahr und weiter mit einer EBIT-Marge zwischen 15 und 17 Prozent. Blickt man bei LPKF über den Tellerrand der Umsatz- und Gewinnentwicklung hinaus, stößt man zum einen auf eine solide Bilanz mit einer hohen Eigenkapitalquote von 52 Prozent und zum anderen eine erfreuliche Dividendenpolitik, die künftig grundsätzlich eine Ausschüttung von 30 bis 50 Prozent des Ergebnis­ses je Aktie vorsieht. Ebenfalls positiv: die auffallend lange Liste der offenen Stellenangebote. Von Rezession scheint bei LPKF keine Spur.

Erfolgreich handeln

LPKF befindet sich in nahezu allen Belangen auf Kurs. Die Bewertung bietet mit einem 2013-er KGV von 10 angesichts der zweistelligen Wachstumsraten noch viel Luft nach oben. Auch aus charttechnischer Sicht sind die Ampeln nach Vorlage der Quartalszahlen in der vergangenen Woche auf Grün gesprungen. Im September könnte die Erfolgsgeschichte der Niedersachsen mit dem Aufstieg in den TecDAX um ein weiteres Kapitel erweitert werden.

Kurs —  
Empf. Kurs
14,40 €
Ziel
19,00 €
Stopp
11,50 €
Status
Aktiv

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