Dominik Schertel
In einem verhaltenen Marktumfeld starten die Papiere von Medion am Donnerstag gut in den Tag. Grund für den Kurszuwachs sind Aussagen der Vorstandschaft hinsichtlich der erwarteten Geschäftsentwicklung für 2010 sowie die Erhöhung der Dividende. Höchste Zeit, den SDAX-Wert nochmal unter die Lupe zu nehmen.
Auch der Unterhaltungselektronik-Konzern Medion blieb im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht von der Wirtschaftskrise verschont. Wie berichtet, erzielte der SDAX-Konzern nach vorläufigen Zahlen 2009 ein EBIT von 18,8 Millionen Euro nach 34,4 Millionen Euro im Vorjahr. Die endgültigen Zahlen wird das Essener Unternehmen am 24. März präsentieren. Auch das laufende Geschäftsjahr ist aufgrund der schwer abschätzbaren Entwicklung der volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit hohen Unsicherheiten verbunden. Dennoch macht der erfolgreiche Start ins Jahr 2010 den Firmenlenkern Mut. Die Konzernspitze rechnet für das Gesamtjahr mit einem Umsatzwachstum von fünf bis sieben Prozent. Beim EBIT erwarten die Manager gegenüber der Umsatzentwicklung gar eine überproportionale Steigerung zwischen 15 und 20 Prozent.
Dividendenerhöhung
Trotz eines schwächeren Ergebnisses als noch im Vorjahr, will Medion seine Aktionäre für 2009 mit einer höheren Dividende belohnen. Vorstand und Aufsichtsrat wird den Anlegern auf der Hauptversammlung am 26. Mai eine Dividende von 0,20 (2008: 0,15) Euro je Aktie vorschlagen. Anleger, die das Papier bei 8,00 Euro gekauft haben, können sich immerhin über eine Rendite von 2,5 Prozent freuen.

Wohin geht die Reise?
DER AKTIONÄR wies bereits vor einigen Wochen darauf hin, dass die Medion-Aktie mit dem Überschreiten der 8-Euro-Marke ein charttechnisches Kaufsignal liefern würde. Die erhoffte Rallye endete allerdings bereits bei 8,35 Euro wieder. In der Folgezeit schaffte das Papier, sich oberhalb von 8,00 Euro zu etablieren. Nun könnte zeitnah ein neuer Versuch gestartet werden, in einem intakten Aufwärtstrend den Widerstandsbereich um 8,35 Euro zu überwinden. Danach wartet das bisherige Jahreshoch bei 8,70 Euro. Hier liegt auch das nächste Trading-Ziel. Mittelfristig sind auch zweistellige Kursnotierungen im Bereich des Möglichen.
Dabei bleiben
Anleger, die der AKTIONÄRs Empfehlung gefolgt sind und eine erste Trading-Position im Bereich um 8,00 Euro aufgebaut haben, bleiben auch weiterhin am Ball. Ein Stoppkurs bei 7,10 Euro sichert ab.