Vor wenigen Wochen hat sich der österreichische Industriekonzern Andritz bei Schuler (WKN A0V 9A2) eingekauft. Die Aktie des deutschen Herstellers von Industriepressen machte daraufhin einen gewaltigen Satz nach oben.
Guter Deal
20 Euro bot Andritz den Schuler-Aktionären um die restlichen Anteil zu erwerben. Der bisherige Großaktionär, die Familie Schuler-Voith, hat die komplette Beteiligung an der Schuler AG in Höhe von 38,5 Prozent an eine deutsche Beteiligungsgesellschaft des österreichischen Technologie- und Maschinenbaukonzerns Andritz verkauft. Weitere Anteile an Schuler hält die Süddeutsche Beteiligung GmbH (12,7 Prozent). Die Kreissparkasse Bieberach und die LBBW kommen zusammen auf 11 Prozent der Aktien. Um einen Gewinn- und Beherrschungsvertrag abzuschließen, müsste Andritz 75 Prozent der Schuler-Aktien kontrollieren.
Störenfried an Bord
Zuletzt hat sich der US-Investor Paul Singer bei Schuler eingekauft. Dessen Hedgefonds Elliott ist dafür bekannt, sich an Übernahmekandidaten zu beteiligen und auf ein höheres Angebot zu spekulieren. Singer hält rund zehn Prozent der Anteile. In einer Pflichtmitteilung kündigte der Investor sogar Eingriffe in das Unternehmen sowie auch die Einflussnahme auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen an. Werden die Österreicher jetzt doch noch einmal nachlegen müssen?
Schöne Performance
Nach der Ankündigung des Übernahmeangebots machte das Papier von Schuler einen Satz um mehr als 25 Prozent nach oben.. Vielleicht besteht sogar noch die Chance auf eine Nachbesserung des Angebots. Ein Risiko nach unten sehen wir hingegen derzeit nicht.