Leon Müller

Trotz freundlicher Eröffnung, so recht will es dann doch nicht klappen. Die Aktie des Münchener Halbleiterkonzerns Infineon kratzt am Jahreshoch, kann es aber nicht überwinden. Ist das Ende der Fahnenstange erreicht, geht es nun wieder im Hauruck-Verfahren abwärts?
Noch haben die Bullen das Sagen bei Infineon. Gestern erst trieben sie die Aktie des Münchener Halbleiterkonzerns Richtung Jahreshoch bei 4,39 Euro. Doch schon bei 4,334 Euro verließ sie ihre Kraft. Neuer Tag, gleiches Spiel. Auch am Dienstag ist der DAX-Titel freundlich gestartet, schoss wenige Minuten nach Handelseröffnung auf 4,349 Euro. Doch das Plus ist bereits in der ersten Stunde dahingeschmolzen. Die Anzeigetafel zeigt nur noch 4,30 Euro ab - immerhin 0,3 Prozent mehr als am Montag. Jetzt stellt sich die Frage: Ist das das Ende der Fahnenstange?
Kurzfristtrend in Gefahr
Der kurzfristige Aufwärtstrend (akt. bei 4,31 Euro) gerät mit dem heutigen Tag in Gefahr, sollte der Schlusskurs signifikant unterhalb dieser Marke liegen. Dann dürften die Bullen in den kommenden Tagen unter Druck geraten, das Papier erstmal bis 4,238 Euro konsolidieren. Dort verläuft eine horizontale Unterstützungslinie, die der Aktie Halt geben dürfte und Ausgangspunkt für den nächsten Anlauf werden könnte.

Neueinsteiger halten Pulver trocken
Investierte Anleger bleiben am Ball. Ein Verkaufssignal ist nicht gegeben. Wer die Kursentwicklung bislang von der Seitenlinie aus verfolgt hat, belässt es zunächst dabei und wartet ein klares Kaufsignal ab. Ein solches würde etwa entstehen, wenn die Infineon-Aktie über der Marke von 4,39 Euro schließt.
Wie es um die langfristigen Aussichten des Halbleiterkonzerns bestellt ist, hat DER AKTIONÄR im Rahmen des Spezialreports "Infineon nach 1.000 Prozent: Neue Rallye oder Absturz?" analysiert, den Sie hier abrufen können.