Leon Müller

Gewohnt volatil, aber doch mit erkennbarer Aufwärtstendenz präsentiert sich die Aktie des Münchener Halbleiterkonzerns Infineon zu Beginn der neuen Woche. Das 52-Wochen-Hoch bei 4,39 Euro rückt damit in greifbare Nähe. Aber ist tatsächlich wieder alles im Lot? Immerhin hat der Titel in den zurückliegenden Wochen immer wieder durch Rücksetzer auf sich aufmerksam gemacht.
Infineon-Aktionäre mussten in den zurückliegenden Wochen immer wieder Enttäuschungen hinnehmen. Vermeintliche Kauf- entpuppten sich nur wenige Stunden später als Fehlsignale. Abverkäufe waren die Folge. Das Hoch vom 3. Februar bei 4,39 Euro hat die Aktie trotz zweier vielversprechender Versuche nicht mehr gesehen, regelmäßig wurde sie auf ihrem Weg nach oben ausgebremst. Ist mit dem starken Wochenauftakt - die Aktie zählt zu den Gewinnern in Frankfurt - nun wieder alles im Lot?
Gesamtmarkt, Verkaufsdruck?
Dass es immer wieder zu Rücksetzern kam, dazu hat zum einen ein schwacher Gesamtmarkt, zum anderen aufkommender Verkaufsdruck im Bereich um 4,30 Euro beigetragen. Nun: die Stimmung an der Börse ist ins Positive umgeschlagen, kann also als Ausrede nicht mehr herhalten. Und was den Verkaufsdruck anbelangt: Infineon wird nun zeigen müssen, ob die Bullen tatsächlich noch hinter dem Titel stehen. Denn aktuell notiert die Aktie genau an der Marke, an der es zuletzt immer abwärts ging.

Trendmarken geknackt
Positiv zu werten ist, dass die Infineon-Aktie den kurzfristigen Abwärtstrend im Bereich um 4,20 Euro Ende vergangener Woche geknackt hat. Auch die horizontale Widerstandsmarke bei 4,238 Euro hat die Aktie hinter sich gelassen. Dieser ergab sich aus dem Tageshöchstkurs vom 23. Februar. Jetzt kommt es entscheidend darauf an, dass der Titel die Marke von 4,30 Euro überspringt. Ein Anstieg bis zum Jahreshoch bei 4,39 Euro wäre die logische Konsequenz.
Wie es um die langfristigen Aussichten des Halbleiterkonzerns bestellt ist, hat DER AKTIONÄR im Rahmen des Spezialreports "Infineon nach 1.000 Prozent: Neue Rallye oder Absturz?" analysiert, den Sie hier abrufen können.