Paragon (WKN 555 869) ist besser als erwartet in das laufende Geschäftsjahr gestartet. Der Automobilzulieferer steigerte den Umsatz in den ersten drei Monaten 2012 um 11,8 Prozent auf 18,9 Millionen Euro. Das EBIT wuchs um 2,3 Prozent auf 2,5 Millionen Euro, so- dass die EBIT-Marge 13,2 Prozent erreichte. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich um 6,4 Prozent auf 0,46 Euro. Beim Cashflow konnte die Gesellschaft um 52,4 Prozent auf 1,9 Millionen Euro zulegen. Das Eigenkapital wuchs auf 11,7 Millionen Euro (Vorjahr: 6,3 Millionen Euro) an, wodurch sich eine Eigenkapitalquote von 27,5 Prozent ergab. Die Zahlen zum ersten Quartal unterstreichen einmal mehr die gute Arbeit der Führungsetage.
Hohe Auslastung
Der Ausblick passt: Vor dem Hintergrund des hohen Auftragsbestandes und zahlreicher Produkt-Neueinführungen will Vorstand Frers in den Jahren 2012 und 2013 ein Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich erreichen. Die EBIT-Marge soll sich dabei auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. "Ich bin nicht so pessimistisch wie manch andere", so Frers. "Wir sehen keine Anzeichen für eine schlechtere Auftragslage", führt der Vorstand aus. Durch fest vereinbarte Rahmenaufträge seien bereits rund 97 Prozent des für 2012 erwarteten Umsatzes erreicht.
Analysten zuversichtlich
Die Analysten von Close Brothers Seydler kalkulieren mit einer Umsatzsteigerung von acht Prozent auf 72,4 Millionen Euro sowie einem EBIT von 9,5 Millionen Euro (Vorjahr: 8,8 Millionen Euro). Vor diesem Hintergrund halten sie die Aktie für attraktiv bewertet. Ihr Kursziel: 18 Euro.
Gute Nachrichten
Punkten will Paragon in Zukunft allen voran mit weiteren Innovationen. Die Gesellschaft kann hier insbesondere im Fahrzeuginnenraum überzeugen. Auch sonst bleibt der Newsflow positiv. Um den Markt in China zunächst zu analysieren, wurde in Shanghai am 1. Mai ein eigenes Vertriebsbüro eröffnet. Der Bau einer eigenen Fabrik ab 2014 ist nicht ausgeschlossen. Zudem wird am Stammsitz in Delbrück eine Fertigung für Batteriemodule als Einstieg in die Elektromobilität aufgebaut.

Absolut günstig
Paragon war vor wenigen Jahren noch ein Sanierungsfall und avanciert mittlerweile zu einem hochprofitablen Wachstumswert. Vor diesem Hintergrund ist die Aktie mit einem 2012er-KGV von 5 absolut günstig bewertet. Nach dem jüngsten Rücksetzer bleibt die Aktie kaufenswert. Anleger können daher das aktuelle Kursniveau daher nutzen, um eine Trading-Position aufzubauen.