DER AKTIONÄR hat zuletzt Anfang Dezember erklärt, dass sich bei GCI Industrie (WKN 585 518) etwas tut - und recht behalten! Der AWD-Gründer Carsten Maschmeyer hat sich über die Vermögensverwaltung Paladin Asset Management mit 5,07 Prozent an der Gesellschaft beteiligt.
"Die GCI Industrie AG ist mit ihrer Hauptbeteiligung, der Maschinenfabrik Spaichingen (MS), ein Vorzeige-Beispiel des industriellen deutschen Mittelstands", erklärt der Finanzprofi. MS ist im Segment "Motorentechnik" unter anderem ein A-Lieferant von Komponenten (Kipphebel) für den so genannten Weltmotor von Daimler und für andere Dieselmotoren von Tognum oder MTU. Bedeutend ist insbesondere die Arbeit mit Daimler, deren Motor sämtliche Abgasnormen weltweit erfüllt und in den nächsten Jahren in LKW verbaut wird. Aber auch im zweiten Geschäftsfeld "Schweißtechnik" befindet sich MS in einer guten Position. "Mit einer Vielzahl von Produkten für modernste Dieselmotoren oder technologisch hochwertigen Ultraschallschweißsystemen für die Automobil- und Verpackungsindustrie bringt das Unternehmen nicht nur bedeutende Innovationen hervor, sondern adressiert gleichzeitig auch wichtige Themen wie Umweltschutz und Energieeffizienz", wird Maschmeyer zitiert.
Großartige Chance
Nachdem das Jahr 2010 von der Neuordnung des Portfolios geprägt war, dürften in diesem Jahr die letzten Beteiligungen aus dem alten Bestand veräußert werden. Ab 2012 peilt GCI-Vorstand Dr. Albert Wahl mit der Fokussierung des Geschäfts auf renditestarke Industriebeteiligungen wieder deutliche Umsatz- und Ergebniszuwächse an. Sondereffekte durch die Entkonsolidierungen versperren derzeit noch den Blick auf die operative Ertragskraft der Beteiligungsgesellschaft. Das dürfte sich spätestens im zweiten Halbjahr 2012 ändern. "Wir freuen uns sehr über die großartige Chance, die sich uns mit der GCI bietet", sieht auch Maschmeyer viel Potenzial.
Starkes Wachstum
Läuft in den kommenden Quartalen alles nach Plan, könnte GCI den Umsatz in den nächsten zwei Jahren auf über 300 Millionen Euro verdoppeln. Sollte auch das EBITDA in Richtung der 30-Millionen-Euro-Marke ansteigen, liegt ohne die Sonderabschreibungen sogar ein Gewinn je Aktie von mehr als 0,40 Euro im Rahmen des Möglichen. Dann dürfte die Aktie bereits deutlich über die 2-Euro-Marke notieren.

Startschuss gefallen
DER AKTIONÄR hält an seinem Fazit fest: GCI befindet sich im Wandel von einer Beteiligungsgesellschaft, die durch eine starke Komplexität Holding-Struktur gekennzeichnet war, hin zu einer Maschinenbaufirma mit nur noch einer Beteiligung - und damit einer deutlich besseren Wahrnehmung am Markt. Der jüngste Kursanstieg dürfte daher erst der Startschuss für eine nachhaltige Aufwärtsbewegung gewesen sein. Anleger sollten Maschmeyer folgen (seine fünf Prozent sind derzeit rund 2,3 Millionen Euro wert) rund ebenfalls zu greifen.