Gold Fields, der hinter Anglogold Ashanti zweitgrößte Goldproduzent Afrikas, hat im ersten Quartal (per 30.09.) des laufenden Geschäftsjahres 2008/09 enttäuscht. Gold Fields meldete einen Gewinnrückgang von 60,4 Millionen Dollar im Vorjahresquartal auf nur noch 5,2 Millionen Dollar beziehungsweise 0,01 Dollar pro Anteilschein. Und das obwohl der Umsatz um 17 Prozent auf 740 Millionen Dollar gesteigert wurde. Problem war jedoch, dass die Goldproduktion stärker zurückging, als erwartet. Nach 986.000 Unzen im Vorjahresquartal waren es zuletzt nur noch 798.000 Unzen. Außerdem hatte Gold Fields mit deutlich höheren operativen Kosten zu kämpfen, die unter anderem auf die gestiegenen Löhne, die wachsende Inflation und höhere Stromkosten zurückzuführen sind. Die Cashkosten je Unze erhöhten sich um 22 Prozent auf 617 Dollar, was nur noch ein geringer Abschlag auf den aktuellen Goldkurs von 717 Dollar je Unze darstellt.
Volle Produktion ab Ende 2008
Dennoch ist Nick Holland, Vorstandsvorsitzender von Gold Fields, optimistisch: Wir sind gut finanziert und müssen uns hinsichtlich Liquiditätsengpässen keine Sorgen machen. Auch die ein oder andere strategisch günstige Übernahme schließt er nicht aus. Während Gold Fields für das laufende zweite Quartal mit einem Produktions-Plus von fünf Prozent rechnet, wird bereits im dritten Quartal (per 31.03.) wieder eine Produktionssteigerung auf über eine Millionen Unzen anvisiert. Die vor kurzem eröffnete Cerro-Corona-Lagerstätte in Peru soll nach anfänglichen Startschwierigkeiten bis Ende des Jahres die volle Produktion liefern. Dabei produziert die Mine zu äußerst günstigen Cashkosten von 340 Dollar je Unze. Das Minenleben wird auf 15 Jahre geschätzt.
Goldpreis entscheidend
Die Aktie von Gold Fields wurde aufgrund der genannten Probleme extrem abgestraft. Vom Hoch weg verlor der Wert bis jetzt mehr als 65 Prozent. Mittlerweile ist die Aktie nur noch mit einem KGV für 2009/10 von 7 bewertet, was einer Gewinnrendite von stattlichen 13,5 Prozent entspricht. Dennoch empfiehlt sich ein Einstieg aufgrund der hohen Förderkosten erst wieder bei einem steigenden Goldpreis. Da Gold Fields vollkommen auf Vorwärtsverkäufe verzichtet, würde das Unternehmen direkt von einem anziehenden Goldpreis profitieren.