Der Kurssturz an den Märkten hat auch Warren Buffett kalt erwischt: Die A-Aktie von Berkshire Hathaway rutschte unter die Marke von 100.000 Dollar. Für den Star-Investor war damit die Schmerzgrenze erreicht. Um den Aktienkurs zu stützen, hat der Investmentguru angekündigt, eigene Anteilscheine zurückzukaufen.
Volle Kassen
Leisten kann er sich das allemal. Derzeit hat Berkshire 48 Milliarden Dollar auf der hohen Kante. Wie viel Geld für den Aktienrückkauf eingesetzt werden soll, blieb aber offen. Buffett teilte nur mit, dass der Kassenbestand auf keinen Fall unter 20 Milliarden Dollar fallen soll. Theoretisch könnte Buffett also ein Drittel der Berkshire-Aktien kaufen.
Ein Schnäppchen
Der Grund für diesen Schritt ist klar: Buffett hält die Aktien seines Konzern für unterbewertet. „Wir kaufen unsere Aktien, weil wir denken, dass sie für weniger verkauft werden, als sie wert sind. Ich würde jede Aktie kaufen, wenn sie für weniger verkauft wird, als sie wert ist", so Buffett. Auch für Henrik Muhle ist die Aktie momentan durchaus ein „Schnäppchen". „Berkshire ist so billig wie nie", so der Geschäftsführer der GANÉ Aktiengesellschaft.
Krise? Welche Krise?
Fundamental lässt sich der Kursrückgang kaum begründen. In einem Gespräch mit dem US-Wirtschaftsmagazin Fortune zeigte sich Buffett mit dem Geschäftsverlauf von Berkshire Hathaway mehr als zufrieden: „Wenn man die fünf größten Beteiligungen betrachtet, haben alle Rekordumsätze erwirtschaftet oder sind dabei, neue Rekorde aufzustellen."
Kaum Risiko
Buffett ist bereit, einen Aufschlag von maximal zehn Prozent des Buchwertes zu bezahlen. Damit liegt das Kauflimit des Starinvestors bei rund 100.000 Dollar pro A-Aktie. Allein schon die Ankündigung des Aktienrückkaufprogramms zeigte Wirkung: Der Kurs der A-Aktie stieg wieder über 100.000 Dollar. Nach unten dürfte die Aktie durch Buffetts Pläne also gut abgesichert sein.
Der Guru-Hebel
Wem die Berkshire-Aktie zu langweilig ist, legt sich den Turbo-Bull (WKN CM7 MXV) ins Depot. Die Knock-out-Schwelle hat mit 28 Prozent einen hohen Sicherheitsabstand nach unten. Anleger partizipieren mit Hebel 3,1 am Kursanstieg der A-Aktie.