Nexus (WKN 522090) ist einer der führenden Anbieter von Krankenhaussoftware. Seit Jahren wächst der Umsatz konstant und das Ergebnis überdurchschnittlich. Im Gespräch mit DER AKTIONÄR zieht Konzernchef Dr. Ingo Behrendt ein positives Fazit für 2011. In einigen Bereichen sieht er noch reichlich Luft nach oben.
Herr Dr. Behrendt, wie fällt Ihr Fazit für 2011 aus?

Wir haben ja schon im dritten Quartal gezeigt, dass 2011 ein positives Jahr war. Auch im vierten Quartal gab es keine negativen Überraschungen. Im vergangen Jahr haben wir, wie auch in den Jahren zuvor, viele Neukunden gewonnen. Wir gehören neben Siemens und Agfa zu den großen drei Anbietern von Krankenhaussoftware und sind Innovationsführer.
Was machen Sie besser als die Konkurrenz?
Wir haben uns schon sehr früh auf Benutzerfreundlichkeit konzentriert. Im besten Fall sollen alle Informationen auf einen Click verfügbar sein. Dass das keine reine Marketing-Aussage ist, belegt die stetig wachsende Kundenzahl und das positive Feedback unserer Kunden.
Die Weichen für weiteres Wachstum sind also gestellt?
Anleger können davon ausgehen, dass wir weiter auf Wachstumskurs sind und dies in den nächsten Jahren belegen wollen. In der Vergangenheit haben wir ein jährliches Umsatzwachstum von zehn bis 15 Prozent und ein überdurchschnittliches Wachstum beim Ergebnis ausgegeben. An diesen Zielen hat sich nichts geändert.
Könnte ein Konjunktureinbruch die Ziele gefährden?
Generell ist die Konjunkturanfälligkeit sehr gering. Auch Sparmaßnahmen im Gesundheitssystem würden uns nur wenig treffen. Zum einen ist der Gesundheitsmarkt groß genug. Zum anderen hilft unsere Software ja beim Sparen. Auch finanziell sind wir gut aufgestellt. Selbst eine Kreditklemme würde uns nicht treffen, weil wir keine Kredite haben.
Wo sehen sie noch weiteres Wachstumspotenzial?
Sowohl national als auch international sind die Voraussetzungen gut. National ist etwa der Bereich der Pflegeheime interessant. Hier haben wir die ersten 120 Kuden für uns gewonnen. Bei rund 11.000 Pflegeheimen in Deutschland ist da noch reichlich Luft nach oben vorhanden.
Welche Bedeutung hat das Auslandsgeschäft?
Wir sind bereits in mehreren ausländischen Märkten präsent. In der Schweiz haben wir eine starke Marktposition, die wir durch die Übernahme der Domis AG weiter gestärkt haben. In Österreich stellen wir in diesem Jahr das neue landesspezifische KIS vor. Außerdem haben wir Einrichtungen in der arabischen Welt, der Karibik oder aber auch in Skandinavien. Insgesamt wollen wir den Anteil des Auslandsgeschäfts von derzeit rund 40 Prozent auf über 50 Prozent des Gesamtumsatzes erhöhen.
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Nexus ist weiter auf Kurs. Sowohl national als auch international hat der Konzern noch reichlich Wachstumspotenzial. Damit dürfte sich auch die Erfolgsgeschichte der Aktie fortsetzen. Seit dem Allzeittief im Dezember 2008 hat sie sich nahezu vervierfacht. Selbst das für deutsche Nebenwerte extrem schwierige Börsenjahr 2011 beendete die Aktie mit einem Plus von über 50 Prozent.