"Geh immer den kürzesten Weg", so der römische Kaiser und Philosoph Marcus Aurelius. Auch die nach ihm benannte Aurelius AG (WKN A0J K2A) hat den Ruf, beherzt und kompromisslos zu handeln: Kauft die Beteiligungsgesellschaft eine angeschlagene Firma, senken Aurelius-Manager zu hohe Kosten und entwickeln eine neue Strategie. "Wir kaufen uns dort ein, wo wir der Meinung sind, etwas besser machen zu können", so Gründer Dr. Dirk Markus im Gespräch mit dem AKTIONÄR. Das Ziel der Münchener ist klar: Das Überleben sichern und den Wert der Unternehmen erhöhen.
Das klappt zur Freude der Aurelius-Aktionäre erstaunlich gut: Trotz stetiger Dividenausschüttungen hat sich der Buchwert von Aurelius seit 2007 auf 333 Millionen vervierfacht. Alleine in diesem Jahr wird ein EBITDA von 70 bis 80 Millionen Euro erwartet. Die Marktkapitalisierung von 235 Millionen Euro ist daher auf einem attraktiven Niveau. Zumal rund 90 Millionen Euro in den Kassen der AG schlummern. Das Gros der Schulden liegt hingegen direkt in den Bilanzen der Beteiligungen und ist selbst bei einer etwaigen Pleite einer der 16 Töchter kein Risiko für Aurelius.

Traumschiff und Yachten
Jüngste Zukäufe waren die „Traumschiff"-Reederei Peter Deilmann, die HanseYachts AG und SECO. Dieser Hersteller von Kompressoren war zuletzt hinter den Erwartungen zurückgeblieben - ein Grund für den niedrigeren Aktienkurs. Doch Dr. Markus hat seine Beteiligungen im Griff und viel vor. "Es sieht danach aus, dass wir noch dieses Jahr einen weiteren Verkauf melden können. Zudem könnten zwei bis drei neue Zukäufe gelingen", so der Aurelius-Chef mit feurigen Augen. Auch für 2012 erwartet der 32-Prozent-Aktionär Zuwächse bei Gewinn und Dividende.

Aurelius-Philosophie geht auf
Nach dem jüngsten 20-Prozent-Abschlag der Aurelius-Aktie ist die Schnäppchen-Jagd eröffnet - schließlich liegt die Dividendenrendite nunmehr bei attraktiven 5,7 Prozent.