Raus in die Welt - das ist seit Jahren das Motto der deutschen Industrie. So erzielen die DAX-Firmen bereits 75 Prozent ihrer Umsätze im Ausland. Auch die Fabriken der Konzerne verteilen sich auf immer mehr Länder. Logisch, dass die Manager und Ingenieure immer öfter ins Flugzeug steigen, um ihre Kollegen, Kooperationspartner oder Kunden zu treffen. 2010 gaben deutsche Unternehmen bereits 44 Milliarden Euro für Geschäftsreisen aus.
Alleine Siemens hat ein Reisebudget im Milliardenbereich. Doch der Mischkonzern hat bereits zur Jahrtausendwende erkannt: Ein digitales Travel-Management spart viel Geld. Siemens hat sich dabei für die I:FAO-Software Cytric entschieden. Damit können Mitarbeiter per Internet einfach, sicher und vor allem günstig ihre Reisen buchen. Der Anruf beim Reisebüro entfällt. PricewaterhouseCoopers beziffert die Einsparungen durch Cytric dadurch auf mindestens sieben Prozent.
Geldmaschine Cytric
Ein weiteres Argument für Kunden wie Canon oder Electrolux: Die Lizenzen von Cytric sind quasi umsonst. Gebühren fallen erst an, wenn das System tatsächlich genutzt wird. Dieses Geschäftsmodell ist der eigentliche Clou der I:FAO AG. Einmal installiert, verdient die Gesellschaft per Transaktionsgebühr bei jeder Reise mit. Das lohnt sich: Schließlich managen bereits 1.600 Unternehmen ihre Geschäftsreisen mit der Cytric-Software. Daher lag die EBIT-Marge auch im zweiten Quartal 2011 bei eindrucksvollen 28 Prozent. Bei einem Umsatz von drei Millionen Euro wurde ein operativer Gewinn in Höhe von 0,82 Millionen Euro erzielt.
Der Höhenflug dürfte weitergehen. Denn Konjunkturängste und etwas weniger Reiseaktivitäten der Kunden werden laut Firmenchef Arnitz durch Neukundenabschlüsse aufgewogen. Schließlich sind Einsparungen bei der Buchung gerade jetzt wieder en vogue. Im Interview mit dem AKTIONÄR sagte er: "Wir sind überrascht über die starke Vertriebsaktivität, die uns viele Kundenanfragen auch in dieser eher ruhigen Zeit gebracht hat. In 2011 und 2012 wird I:FAO weitere sehr große Neukunden auf Cytric implementieren."
Nicht nur das solide Geschäftsmodell macht I:FAO zu einer krisenresistenten Anlage. Auch die Bilanz ist bombensicher. Die Eigenkapitalquote liegt bei 92 Prozent. Da quasi keine Schulden vorhanden sind, sind immer noch 7,4 Millionen Euro Nettocash "übrig". Dabei ist die Gesellschaft seit Jahren eifrig dabei, die permanent anfallenden Gewinne an die Aktionäre weiterzureichen: Für 2010 wurden 0,70 Euro je Aktie - eine Rendite von über sechs Prozent - ausgeschüttet und das Ziel für 2011 ist eine noch üppigere Dividende.

Dicke Unterstützung
So solide wie das Geschäftsmodell und die Bilanz der I:FAO AG ist der Chart der Aktie. Bei rund zehn Euro verläuft eine Unterstützung, die erfolgreich bestätigt wurde. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, in dieses Dividendenpapier einzusteigen.