Nach einem schwierigen Geschäftsjahr 2009, in dem steigende Insolvenzenzahlen, Delistings, Austritte aus dem Geregelten Markt die Geschäfte belasteten, ist die EquityStory AG (WKN 549 416) zurück in der Spur. Das zeigen die veröffentlichen Quartalszahlen für das erste Halbjahr 2010. Hier ist dem Anbieter für Online-Unternehmenskommunikation eine Umsatz- und Ergebnissteigerung gelungen.
Die Umsatzerlöse stiegen im zweiten Quartal um 18 Prozent auf 2,38 Millionen Euro. Das EBIT machte einen Sprung um satte 81 Prozent auf 0,54 Millionen Euro. Unter dem Strich steht ein Gewinn von 0,30 Euro je Aktie zu Buche. Dies ist deutlich mehr als die 0,17 Euro je Aktie vor einem Jahr. Aufgrund des weiter unsicheren Kapitalmarktumfeldes kann sich das Zahlenwerk des Marktführers für Online-Investor-Relations im deutschsprachigen Raum sehen lassen.
Freiwillige Meldungen auf Vormarsch
Das Meldeaufkommen bei Pflichtmitteilungen entwickelte sich auch im zweiten Quartal weiter rückläufig. Jedoch konnte der Zuwachs in der Verbreitung von freiwilligen Unternehmensmitteilungen und der neuen Meldeart "HV-Bekanntmachungen" den Rückgang erstmals überkompensieren. Somit kam es zu einem deutlich höheren Segment-EBIT.
Zurückhaltung
Der Vorstandsvorsitzende der EquityStory, Achim Weick, übt sich in Zurückhaltung: "Die Ergebnisse des zweiten Quartals geben zwar Anlass zur Freude, jedoch halten wir es noch für verfrüht, schon jetzt von einer Trendwende zu sprechen. Wir arbeiten konsequent an der Entwicklung unserer Wachstumsfelder Online-Corporate-Communications und unserem internationalen Online-Investor-Relations-Geschäft, das in den kommenden Jahren hohe Wachstumsraten verspricht." Für das gesamte Geschäftsjahr 2010 rechnet der Vorstand mit einer Umsatzsteigerung von bis zu zehn Prozent bei einer überproportionalen EBIT-Entwicklung.
Starke Bilanz
Dank der starken Marktstellung ist die Gesellschaft gut durch die Krise gekommen. Steigende Börsenhandelsumsätze und eine Belebung des Marktes für Börsengänge dürften in Zukunft für weitere positive Impulse sorgen. Das Unternehmen hat die Kosten fest im Griff. Die Eigenkapitalquote beträgt rund 87 Prozent und der Konzern ist schuldenfrei.

Aktie mit Luft nach oben
Die EquityStory AG ist gut aufgestellt und arbeitet weiterhin an innovativen Projekten. Der Umsatz sollte im laufenden Jahr auf über zehn Millionen Euro ansteigen. Unter dem Strich sollte das 2008er-Ergebnis noch nicht wieder erreicht werden. Analysten rechnen hier mit 1,49 Euro je Aktie. Daraus resultiert ein KGV von 13. Damit hat die Aktie aus fundamentaler Sicht noch Luft nach oben. Die Börsenumsätze sollten in den kommenden Wochen wieder zunehmen und das Chartbild weiter aufhellen. Ein Überschreiten der Marke von 19,30 Euro dürfte wieder vermehrt Käufer anlocken. Ein Anstieg bis in den Bereich von 23 Euro wäre anschließend wahrscheinlich. Risikobewusste Anleger bauen daher auf dem aktuellen Niveau eine Position mit Stoppkurs bei 16,00 Euro auf.