Andreas Deutsch
Der DAX ist mit einem Minus von 0,50 Prozent aus dem Freitagshandel gegangen. Die magische Marke von 6.000 Punkten konnte nicht gehalten werden, der Leitindex schloss bei 5.982,43 Stellen. Zwischenzeitlich sah es sehr gut aus für den DAX: Gegen Mittag notierte der Index noch im Plus bei 6.034 Zähler. Der MDAX verlor 0,32 Prozent auf 7.961,46 Zähler. Der TecDAX büßte 0,60 Prozent auf 818,94 Punkte ein. Trotz des Hexensabbats hielt sich die Volatilität insgesamt aber in Grenzen. Hexensabbat wird der große Verfallstermin von Terminkontrakten genannt. Häufig schwanken die Kurse dann.
Bechtle schöpft für 2010 wieder Mut
Der IT-Dienstleister Bechtle hat 2009 unter dem Strich 34,3 Millionen Euro verdient und blieb somit rund ein Viertel unter dem Vorjahr. Gleichzeitig sank der Umsatz leicht auf 1,38 Milliarden Euro. Vor Steuern lag das Ergebnis mit 43,7 Millionen Euro rund ein Drittel unter dem des Vorjahres. Im Schlussquartal zeichnete sich jedoch eine deutliche Belebung des Geschäfts ab, so dass die Konzernleitung wieder optimistischer nach vorn blickt. "Wir sind mit der Entwicklung der Auftragseingänge seit Jahresbeginn zufrieden und sehen gute Chancen für eine spürbare Nachfragebelebung im zweiten Halbjahr", sagte Firmenchef Thomas Olemotz. Eine detaillierte Prognose wollte der Firmenlenker aber nicht abgeben.
BMW: Kaufen mit Ziel 39,00 Euro
Nachdem BMW am Mittwoch seine endgültigen Zahlen präsentierte, meldeten sich die verschiedenen Experten zu Wort. Dabei votierten gleich fünf Analystenhäuser für den Kauf der Papiere. In einer Studie von Freitag hat der UniCredit-Analyst Georg Stürzer sein "Buy"-Rating für den DAX-Titel bestätigt und das Kursziel von 35,00 auf 39,00 Euro erhöht. Das erhöhte Ziel basiert auf den Ertragserwartungen für das Jahr 2011. Der Experte rechnet bei einem Umsatz von rund 57 Milliarden Euro mit einem EBIT von 3,3 Milliarden Euro. Equinet und Citigroup empfehlen die BMW-Aktie ebenfalls zum Kauf. Beide Analystenhäuser sehen das Kursziel für den DAX-Wert bei 40,00 Euro. Auch die Experten von HSBC und Nomura raten Anlegern, den Titel in ihr Depot zu legen.
Deutsche Telekom droht starker Gegenspieler
Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle will das Drohpotenzial der Bundesnetzagentur gegenüber der Deutschen Telekom stärken. Dies berichtet die Financial Times Deutschland. Die Regulierungsbehörde soll künftig auch die Abspaltung des Netzbetriebs anordnen können, falls sich andauernde Wettbewerbsprobleme oder Marktversagen nicht anders beheben lassen. Dies sieht ein Eckpunktepapier des Ministeriums vor.
Pentagon ermutigt EADS
Das Pentagon ermuntert den europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS dazu, ein Gebot für die Tankflugzeug-Ausschreibung abzugeben. Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mitteilte, sei eine Verlängerung der Abgabefrist denkbar, um EADS die Möglichkeit zu geben, doch noch eine Gegenofferte zu dem Gebot des US-Konkurrenten Boeing vorzulegen. Derzeit läuft die Abgabefrist bis zum 10. Mai. Nach Ansicht von EADS-Chef Louis Gallois ist die Zeitspanne zu kurz, um im Alleingang ein Gebot einzureichen oder noch einen Partner dafür zu finden.
Analysten senken Ziel für HeidelbergCement
Morgan Stanley hat das Kursziel für HeidelbergCement von 62,90 auf 58,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Overweight" belassen. Zudem wurde die Gewinnprognosen für 2010 und 2011 nach enttäuschenden Zahlen für 2009 und einem wetterbedingt schwachen Start ins Jahr 2010 gesenkt. Weiter hieß es, das zunehmend gewinnträchtige Indonesien-Geschäft des Baustoffproduzenten werde vernachlässigt.
Pfleiderer schreibt auch operativ Verlust
Der Möbel- und Bauzulieferer Pfleiderer ist im abgelaufenen Geschäftsjahr operativ in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 16,1 Millionen Euro. Damit verfehlte Pfleiderer deutlich die Schätzungen der Analysten, die von einem operativen Gewinn von 20,9 Millionen Euro ausgegangen waren. Unter dem Strich machte Pfleiderer einen Verlust von 69,8 Millionen Euro nach einem Gewinn von 5,8 Millionen Euro im Vorjahr. Das Unternehmen machte unter anderem für die negative Entwicklung Restrukturierungskosten verantwortlich.
Secunet legt bei Umsatz und Ergebnis zu
Der Anbieter von Lösungen für die IT-Sicherheit, Secunet Security Networks AG, meldet für 2009 eines der besten Geschäftsjahre der Unternehmensgeschichte. Umsatz und Ergebnis sind gegenüber dem Vorjahr stark gestiegen. Die Erlöse nahmen um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu und erreichten mit 66,2 Millionen Euro wieder Rekordhöhe. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern war mit 4,4 Millionen Euro mehr als doppelt so hoch als im Vorjahr.
Sky: Williams verkauft Teil seiner Aktien
Kurz vor seinem Ausstieg hat der einstige Hoffnungsträger der Sky Deutschland AG zwei Drittel seiner Aktien auf den Markt geworfen, dabei 1,675 Millionen Euro kassiert. Mark Williams hat sich damit für einen klaren Schnitt entschieden, hält allerdings nach wie vor 450.000 Anteilsscheine. Ende März scheidet der aus dem Unternehmen.
Tom Tailor legt Preisspanne fest
Das Modeunternehmen Tom Tailor hat die Preisspanne für die im Rahmen des Börsengangs angebotenen Aktien auf 11 bis 15 Euro festgelegt. Angeboten werden bis zu 11 Millionen Aktien aus einer Kapitalerhöhung. Zusätzlich werden von den abgebenden Aktionären bis zu 1,65 Millionen Aktien der Gesellschaft im Hinblick auf eine Mehrzuteilung zur Verfügung gestellt.
Weitere Informationen und Termine gibt es im Unternehmenscenter vom AKTIONÄR