Thorsten Küfner
In einem ohnehin schwachen Handel verlieren die Aktien der Deutschen Bank, Commerzbank und der Postbank überproportional. Dabei begann der Tag mit soliden Quartalszahlen zweier Branchengrößen ...
Eigentlich hatte der heutige Handelstag freundlich begonnne: Der DAX konnte im frühen Handel zulegen und die Deutsche Bank präsentierte solide Quartalszahlen. Zwar übertraf der Branchenprimus vor allem wegen eines positiven Steuereffekts die Markterwartungen. Ebenso wie die spanische Großbank Banco Santander, die 2009 rund neun Milliarden Euro verdiente und die Analystenprognosen übertraf, bewiesen die Frankfurter erneut, dass Banken auch in konjunkturell schwierigen Zeiten Gewinne in Milliardenhöhe erzielen können.
Commerzbank belässt Deutsche-Bank-Aktie auf Buy
Auch die Konkurrenz zeigte sich von den vorgelegten Ergebnissen überzeugt: So beließ die Commerzbank ihre Einstufung für die Aktie der Deutschen Bank auf Buy. Das Kursziel wurde mit 66 Euro bestätigt. Analyst Michael Dunst betonte, dass das Nettoergebnis vor allem wegen eines unerwarteten Steuereffekts besser ausgefallen sei als er erwartet hatte. Den Ausblick des Marktführers wertete Dunst als leicht positiv. Des Weiteren seien die Aktien derzeit günstig bewertet.

Bei der Commerzbank-Aktie bleibt es spannend
Besonders unter Druck gerät heute die Aktie der Commerzbank, die um bis zu sechs Prozent abgibt. Mittlerweile ist der Kurs auch wider unter die Unterstützungen von 6,00 und 5,80 Euro gerauscht. Nächste wichtige Marke ist nun das 6-Monats-Tief bei 5,40 Euro. Ebenso wie die Papiere der Deutschen Bank, ist die Commerzbank-Aktie für langfristig orientierte Anleger weiterhin ein Kauf. Aus charttechnischer Sicht sind die Anteile der Deutschen Bank derzeit allerdings attraktiver.

Bei der Aktie der Postbank sollten Anleger zunächst weiterhin außen vor bleiben und den charttechnischen Ausbruch abwarten. Aus fundamentaler Sicht spricht derzeit lediglich eine frühere Übernahme durch die Deutsche Bank für ein Investment.
