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Börsenwelt Presseschau: Axel Springer AG, Solarworld, Pironet NDH, Geberit, Potash und andere unter der Lupe

Werner Sperber

Die Prior Börse schreibt der Aktie der Axel Springer AG Gewinnchancen zu. Die Platow Börse bemüht drei Gerüchte zum Thema Solarworld. Das Millionendepot sieht bei Pironet NDH schwache Zahlen und Hoffnung. Focus Money erklärt, dass die Geberit-Aktie zwei Hürden überwunden hat. Trade24 setzt auf Potash. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.

Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Prior Börse verweisen darauf, dass sich die Axel Springer AG als Europas größtes Verlagshaus erfolgreich gegen die Medien- und Werbekrise stemmt. In den ersten neun Monaten 2009 verringerte sich der Umsatz nur um fünf Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner verkaufte Anteile an Regionalzeitungen für 215 Millionen Euro. Der Nettogewinn des Konzerns betrug 317 Millionen Euro, was auch auf radikales Sparen und aggressives Expandieren ins Internet zurückzuführen ist. Die Nettoschulden sanken auf 184 Millionen Euro und die Eigenkapitalquote stieg auf 41 Prozent. Konzernchef Döpfner geht zudem davon aus, die Talsohle durchschritten zu haben. Die Experten halten die Aktie mit einem KUV von weniger als 0,9 bei Kursen von weniger als 74 Euro für ein Schnäppchen. Der Gewinn im Jahr 2010 dürfte 260 Millionen Euro betragen, was ein KGV von nur 9 bedeuten würde. Zudem hat Finanzvorstand Lothar Lanz im August und September Anteilscheine für insgesamt 168.000 Euro gekauft. Gelingt es der Value-Aktie, den Widerstand bei 75 Euro zu überwinden, sind Kurse von 100 Euro möglich.

Änderungen im Musterdepot der Prior Börse

Egbert Prior, Verantwortlicher für das Musterportfolio,  hat seine 1.500 Anteilscheine von United Internet mit einem Verlust von acht Prozent zu 9,20 Euro ausgebucht und dafür 3.000 Aktien von Drillisch zu 4,74 Euro aufgenommen. Nun möchte er die 5.000 Papiere von Advanced Inflight Alliance aus dem Depot nehmen und durch 5.500 Titel von Balda ersetzen.

Die Platow Börse: Shorties droht ein böses Erwachen bei Solarworld

Die Experten der Platow Börse verweisen auf Gerüchte, wonach bei Solarworld die erste Hälfte des vierten Quartals kraftvoll verlaufen sein sollen. Die Auftragsbücher seien voll. Das ist nachzuvollziehen, denn, wer noch die höhere Einspeisevergütung für Solarstrom erhalten will, hat nur bis zum Jahresende Zeit. Die Jahresendrallye bei den privaten Solaranlegern scheint sich also zu bewahrheiten. Gerücht 2 handelt von der Übernahme. Angeblich hat der US-Ölkonzern ExxonMobil Interesse an Solarworld. Konzerngründer und Vorstandsvorsitzender Frank Asbeck hat den Verkauf seines 25-prozentigen Anteils zwar stets abgelehnt, aber bekanntlich hat alles seinen Preis. Gerücht 3 kommt aus Bankenkreisen und bezieht sich darauf, dass viele Zocker bei Solarworld short gegangen seien. Bei positiven Nachrichten und steigenden Kursen droht demnach ein Short-Squeeze. Die Experten raten erfahrenen Anlegern zum Kauf der Aktie von Solarworld und gegebenenfalls bei Kursrücksetzern auf rund 14,85 Euro zum Nachkauf. Der Stoppkurs sollte bei 11,60 Euro gesetzt werden.

Das Millionendepot: Pironet hat den Boden erreicht 

Gerd Weger, Verantwortlicher für Das Millionendepot, hält die Quartalszahlen von Pironet NDH für schwach. Der IT-Konzern dürfte allerdings mit dem dritten Quartal den operativen Tiefpunkt diesen Jahres erreicht haben. Außerdem decken die flüssigen Mittel des schuldenfreien Unternehmens fast 60 Prozent des Börsenwertes ab. Die Landesbank Baden-Württemberg bestätigte ihre Einstufung für die Pironet-Aktie mit "Kaufen" sowie das Kursziel von zwei Euro. Das Chance-Risiko-Verhältnis der Aktie erscheint aktuell deshalb besser als die jüngsten Zahlen vermuten lassen.

Änderungen im Millionendepot

Gerd Weger hat 18.550 Anteilscheine von Pironet NDH zu 1,48 Euro aufgenommen. Zudem hat Weger 2.062 seiner vormals 5.062 Titel von Geratherm mit einem Gewinn von sieben Prozent ausgebucht. Als drittes hat Weger als charttechnische Tradingposition 10.000 Anteilscheine von Air Berlin zu 3,64 Euro eingebucht. Die Fluggesellschaft hat für das dritte Quartal ein EBIT von 118 Millionen Euro und einen Gewinn von 95,2 Millionen Euro ausgewiesen. Trotz der noch bestehenden konjunkturellen Risiken bestätigte der Vorstand die Jahresprognose. Viertens nahm Weger noch 1.500 Aktien von Xing zu 33,01 Euro auf, nachdem bekannt geworden war, dass die Burda-Gruppe als neuer Hauptaktionär bei Xing eingestiegen ist. Dabei hat die Burda Digital GmbH 25,1 Prozent der Xing-Aktien zu 36,50 Euro erworben. Nun könnten sich die Anteilscheine bis auf die Jahreshöchstkurse von knapp 38 Euro verteuern. Fünftens buchte Weger 15.000 seiner zuvor 30.000 Anteilscheine von Constantin Medien aus.

Focus Money: Geberit wird mehr verdienen

Die Experten von Focus Money loben die Gewinne von Geberit in den ersten neun Monaten 2009. Das Sanitärtechnik-Unternehmen hat ohne Restrukturierungsplan und ohne Kurzarbeit oder Entlassungen die Bruttoertragsmarge erhöht. Insgesamt sank der Umsatz rezessionsbedingt um 14,3 Prozent auf 1,68 Milliarden Schweizer Franken. Die Brutto-Gewinnspane erhöhte sich im Jahresvergleich von 28,3 auf 29,1 Prozent. Der Nettogewinn verringerte sich um 20 Prozent auf 316,3 Millionen Franken. Vorstandsvorsitzender Albert Baehny ist in einem schwierigen Marktumfeld zudem zumindest für das erste Halbjahr 2010 optimistisch, da die weiterhin günstigen Rohstoffpreise sowie die stark rückläufige Steuerquote dazu beitragen werden, die Margen zu halten. Charttechnisch hat die Aktie den Abwärtstrend sowie eine horizontale Hürde überwunden. Damit sind die Anteilscheine bis zu Notierungen von 119 Euro kaufenswert. Das Kursziel beträgt 140 Euro und der Stoppkurs sollte bei 99,70 Euro gesetzt werden. 

Änderungen in den Musterdepots des Börsenspiels von Focus Money

Eberhard Rohe, Verantwortlicher für das Musterportfolio der DAB Bank im Börsenspiel von Focus Money, möchte 12.000 Anteilscheine des Telekommunikationskonzerns BT Group aufnehmen. Im Musterdepot der Meridio AG sind die 100 Stammaktien von Volkswagen mit einem Verlust von neun Prozent zu 106,29 Euro ausgestoppt worden. Uwe Zimmer, der für dieses Portfolio zuständig ist, möchte nun 50 Stammaktien von Volkswagen einbuchen, sofern sie nicht mehr als 90 Euro kosten. Zudem beabsichtigt Zimmer 500 Titel von Stada aufzunehmen. Manuel Hölzle betreut das Musterportfolio der GBC AG. Er hat seine 1.240 Anteilscheine der Deutschen Telekom mit einem Gewinn von acht Prozent zu 9,48 Euro ausgebucht. Dafür hat er seine Bestände an Titeln von Greiffenberger sowie Impreglon um 500 Stück zu 5,20 Euro beziehungsweise um 250 Stück zu acht Euro aufgestockt. Impreglon erhöht zudem das Kapital. Auch hier will Hölzle dabei sein und 312 junge Aktien zu 6,75 Euro zeichnen. Hölzle hat auch 120 Aktien von Vossloh zu 67,35 Euro eingebucht. Aufgrund anhaltender Insiderkäufe möchte er weitere 30 Vossloh-Papiere mit einem Abstauberlimit von 64 Euro aufnehmen. Zuletzt möchte Hölzle seinen Bestand an Aktien der GWB Immobilien um 1.000 Stück zu höchstens 1,90 Euro aufstocken.  

Trade24.de: Die Aktie von Potash dürfte weiter steigen   

Düngemittel Aktien sind gefragt. Auch die Aktie von Potash legte stark zu. Das dürfte Kali & Salz beflügeln. Die Experten von Trade24.de empfehlen die Aktie von Potash als "Internationaler Topfavorit spekulativ" zum Kauf. Der Wert zeigt relative Stärke, der Intraday-Chart ist annehmbar und die Handelsumsätze sind relativ hoch. Der anfängliche Stoppkurs sollte bei 107 Dollar gesetzt werden.

Änderungen in den Musterdepots des Anlegerbriefes performaxx:

Die Verantwortlichen für das kurzfristig ausgerichtete Musterportfolio haben 300 Anteilscheine von Xing zu 33,40 Euro aufgenommen. Die Verantwortlichen für das langfristig angelegte Musterdepot haben 12.000 Aktien von Lobeck Medical zu 0,47 Euro eingebucht.

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