Die Industrie, insbesondere die Autoindustrie, boomt und expandiert massiv. Bestes Beispiel: VW. Der Wolfsburger Konzern will in den nächsten Jahren die Rekordsumme von 62 Milliarden Euro weltweit investieren. Ein wichtiger Markt ist unter anderem Brasilien, wo man die Kapazitäten für 3,4 Milliarden Euro ausbauen will. Die gleiche Summe will auch BMW im südamerikanischen Boom-Land investieren. Ähnliche Größenordnungen gelten für sämtliche BRIC-Länder und auch andere Industriegrößen. Das sind Rahmenbedingungen, die der auf Umwelttechnik und Industrieautomation spezialisierten Holding M.A.X. Automation 2011 eine wahre Auftragsflut bescherten - und noch bescheren werden.
Rekordjahr so gut wie sicher
Die Halbjahreszahlen spiegeln die Dynamik wider, mit der die sieben Töchter der Düsseldorfer unterwegs sind. Der Auftragseingang machte einen Sprung um 72 Prozent nach oben, beim Umsatz legte M.A.X. knapp 54 Prozent zu, während sich das Nettoergebnis von 1,0 auf 3,2 Millionen Euro mehr als verdreifachte. Auch die Sorgen um die weitere Entwicklung, die Angst gar vor einer Rezession, scheinen unbegründet. "Wir spüren bislang keinerlei Auswirkungen auf unser Geschäft", so M.A.X.-Vorstand Bernd Priske im Gespräch mit dem aktionär. Wie sollte man auch, denn in den letzten Monaten fuhren die Beteiligungen der Düsseldorfer Holding einen Großauftrag nach dem anderen ein. Eine Produktionslinie für Getriebe für einen europäischen Fahrzeughersteller, eine Montagelinie für Elektromotoren für einen koreanischen Kunden und eine Anlage zum Imprägnieren von Motoren für Hybridantriebe - insgesamt Aufträge für 19 Millionen Euro - sind nur drei Beispiele für die Orderflut in 2011.
Wachstum auch 2012
"Unsere Auftragslage ist sehr gut und lässt auch für 2012 weiteres Wachstum erwarten", so Priske weiter. "Wir bedienen in unseren Kernsegmenten Industrieautomation und Umwelttechnik globale Trends. Diese Ausrichtung lässt uns zuversichtlich in die Zukunft blicken. Die Automobilindustrie investiert zum Beispiel massiv in neue Kapazitäten in den BRIC-Staaten. Und im Umweltbereich sind wir optimistisch, dass unsere Systemlösungen für Ressourcenschonung und Wiederaufbereitung angesichts der steigenden Bedeutung des Klimaschutzes zu weiterer Nachfrage führen werden."
Der optimistische Ausblick von M.A.X.-Chef Priske mündete konsequenterweise in einer deutlichen Prognoseanhebung: Der Umsatz soll nun auf rund 250 Millionen Euro und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 14 bis 15 Millionen Euro steigen, nachdem bisher mehr als 200 Millionen Euro beziehungsweise 12,5 bis 13,5 Millionen Euro als Ziel ausgegeben wurden. Das Wachstum dürfte allen Konjunktursorgen zum Trotz auch 2012 anhalten, da viele Aufträge bis weit ins nächste Jahr reichen. Analysten erwarten entsprechend einen Umsatzanstieg auf 280 Millionen Euro.

Reichlich Spielraum nach oben
Die starke Auftragslage, die günstige Bewertung und gute Perspektiven locken zum Einstieg. Das 2012er-KGV von knapp 9 lässt noch reichlich Spielraum für Kursgewinne. Mit Kursziel 6,50 Euro und Stopp bei 3,20 Euro ist die Aktie ein Kauf.