Ausnahmen bestätigen die Regel. Während viele Konzerne angesichts der Schuldenkrise bei ihren Geschäftsprognosen zurückrudern, macht der Vorstand der Indus Holding AG (WKN: 620 010) das genaue Gegenteil: Er hebt den Ausblick für das Gesamtjahr an. Laut Unternehmensführung zeichnet sich ab, dass 2011 das bisher erfolgreichste Jahr wird.
Der Spezialist für Industriebeteiligungen im Mittelstand hat in den ersten neun Monaten 2011 Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Bei Erlösen von 826,7 Millionen Euro (+16 Prozent) verdiente die Gesellschaft 92,6 Millionen Euro (+22 Prozent) vor Zinsen und Steuern. Die EBIT-Marge verbesserte sich von 10,7 auf 11,2 Prozent.
"Keine Krise"
Vorstandsvorsitzender Helmut Ruwisch sieht "keine Anzeichen für eine Krise in der Indus-Gruppe." Alle fünf Segmente verbuchten eine gute Nachfrage und konnten so das Wachstum der Vorquartale fortsetzen. Durch die jüngste Kapitalerhöhung seien optimale Voraussetzungen geschaffen worden, um weiter profitabel zu wachsen.
Ausblick erhöht
Für 2011 hat Ruwisch die Umsatzprognose erhöht. Demnach soll bei Erlösen von mehr als 1,1 Milliarden Euro ein EBIT im Bereich von 115 Millionen Euro erzielt werden. Ursprünglich hatte der Konzern einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro und eine EBIT-Marge in der Größenordnung von zehn Prozent plus "x" in Aussicht gestellt.
Im nächsten Jahr wird sich laut Unternehmen die wirtschaftliche Entwicklung beruhigen. Die Indus-Gruppe sei zwar nicht davon betroffen, doch könnte die Euro-Schuldenkrise die Konjunktur schwächen.
Dicke Dividendenrendite
Hält Indus seine Prognosen ein, und davon ist auszugehen, beziffert sich das Verhältnis von Marktkapitalisierung zum erwarteten EBIT auf 3,1. Das KGV dürfte entsprechend bei 5 liegen. Hinzukommt, dass Indus den Konsensprognosen zufolge eine Dividende von 1,10 Euro pro Aktie ausschütten wird und damit auf eine Rendite von mehr als sechs Prozent kommt.

Fels in der Brandung
Die Zahlen, die die Indus Holding heute präsentiert hat, sind beeindruckend. Mit dem frischen Geld aus der Kapitalerhöhung, rund 37 Millionen Euro, und den zusätzlichen Kreditlinien ist der Konzern zudem für anorganisches Wachstum bestens gerüstet. Eine günstige Bewertung rundet das Gesamtpaket ab.