Q-Cells-Crash bringt satte Gewinne: Mitverdienen am Solar-Kursrutsch

Florian Söllner

Solaraktien fallen auch am Montag wie ein Stein. Besonders im Q-Cells-Chart brechen die Dämme. DER AKTIONÄR hält an seiner Short-Empfehlung fest. Die Charttechnik spricht weiterhin für sinkende Kurse.

Freud und Leid liegen an der Börse nah beieinander. Während es für Q-Cells-Aktionäre am heutigen Montag angesichts eines 7-prozentigen Kurseinbruches knüppeldick kommt, erzielen einige Investoren aktuell hohe Gewinne. Unmittelbar bevor die Q-Cells-Aktie unter die 10-Euro-Marke zu fallen drohte, hatte der AKTIONÄR schon letzte Woche im Rahmen des Spezialreports "Drei Solaraktien vor dem Absturz" ein Short-Zertifikat auf Q-Cells empfohlen. Anleger, die diesem Tipp gefolgt waren, haben damit innerhalb weniger Handelstage 50 Prozent Gewinn erzielt. Die Frage ist nun: Wie geht es mit dem Q-Cells-Papier weiter?

Abwärtstrend voll intakt

Aus charttechnischer Sicht ist noch kein Signal für eine Trendwende erkennbar. Nachdem die 10- und 9-Euro-Marke ohne große Gegenwehr unterschritten wurden, nähert sich die Aktie dem AKTIONÄR-Kursziel von 7,00 Euro an. Alle wichtigen Unterstützungen wurden unterschritten. Die Abwärtsdynamik ist sehr hoch. Es empfiehlt sich daher, die Gewinne des Short-Zertifikats (Details dazu im Spezialreport)  laufen zu lassen.

Als Hersteller von Solarzellen ist Q-Cells besonders brutal dem Preiskampf ausgesetzt. Ende 2009 teilte die Firma die Stilllegung ganzer Produktionslinien in Deutschland mit, da diese zu rund 30 Prozent höheren Kosten produzieren als die neuen Q-Cells-Linien in Malaysia. Doch Q-Cells hat sehr spät mit der Auslagerung der Fertigung in dieses Niedriglohnland reagiert.

Schonunglos deckten die 9-Monatszahlen das Q-Cells-Dilemma auf: Der Umsatz brach um 41 Prozent auf 550 Millionen Euro ein. Dabei wurde ein operativer Verlust in Höhe von 211 Millionen Euro eingefahren. Zwar dürfte das Jahresendgeschäft besser verlaufen sein und der Solarzellenhersteller am 23. Februar relativ gute Zahlen vorlegen, doch die strukturellen Probleme bleiben: Im Kerngeschäft Solarzellen ist der Preisdruck sehr groß, im neuen Geschäftsbereich Projektierung fehlt die Erfahrung und die Dünnschicht-Töchter warten auf den Durchbruch. Der Ausblick auf 2010 dürfte ernüchternd ausfallen.

Neben Q-Cells gibt es zwei weitere Aktien, die in den nächsten Wochen deutlich verlieren könnten. Auch hier lohnt sich der Einstieg auf der Short-Seite.

Es gewittert derzeit in der Sonnenbranche - bleiben Sie nicht im Regen stehen, sondern reagieren Sie flexibel auf die neue Situation. Mehr dazu im Spezialreport.

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