Nach einem eher durchwachsenen Jahr 2011 dürfte Höft & Wessel (WKN 601 100) im kommenden Jahr mit deutlich positiveren Nachrichten aufwarten.
John Miller hat es eilig. Auf dem letzten Drücker erreicht er die Straßenbahn, bemerkt zu spät, dass er nicht genug Kleingeld hat, um ein Ticket zu lösen. Nun hat er ein Problem ... Dank des neuen NFC-Ticketing-Systems von Höft & Wessel muss er sich darum nun keine Sorgen machen. Beim Einsteigen hält Miller seine Kreditkarte vor das Lesegerät in der Bahn und fährt los. Beim Aussteigen hält er die Karte erneut vor den Bordcomputer. Der so ermittelte Fahrpreis wird dann von der Kreditkartenfirma abgebucht.
Viele Vorteile
Die sogenannte Near Field Communication (NFC) dient zum kontaktlosen Austausch von Daten über kurze Strecken - und befindet sich auf dem Vormarsch. Kein Wunder: Nicht nur der Fahrgast profitiert. "Unsere Kunden, die Verkehrsgesellschaften, müssen sich nicht mehr um die Ausgabe und Verwaltung von SmartCards oder E-Tickets sowie die Rechnungen kümmern. Das ist eine deutliche Ersparnis", erklärt Höft & Wessel-Chef Hansjoachim Oehmen gegenüber dem AKTIONÄR.
Neue Aufträge
Die Niedersachsen haben zuletzt von der FirstGroup, dem größten Busbetreiber Großbritanniens, einen umfangreichen Auftrag für entsprechende Bordcomputer erhalten. Weitere Verkehrsgesellschaften aus ganz Europa dürften dem Referenzkunden folgen. Damit hat Höft & Wessel die Chance, sich als Wegbereiter in dem Wachstumsmarkt eine führende Position zu sichern - und somit Umsatz und Gewinn anzukurbeln.

Viel Luft nach oben
Das laufende Jahr dürfte mit einer schwarzen Null beim EBIT enden. "Für 2012 gehen wir aber wieder von einem deutlich positiven Ergebnis aus", zeigt sich Oehmen zuversichtlich. Dazu müssen aber auch Fortschritte bei den Auto-ID-Lösungen wie den Barecode Scannern im Segment "Skeye" und den Parkautomaten ("Metric") erzielt werden. Kommen die Folgeaufträge und kriegt Höft & Wessel in den anderen Segmenten die Kurve, steht bei dem Small Cap einem nachhaltigen Kursanstieg nichts im Weg. Risikobewusste Anleger setzen frühzeitig auf dieses Szenario.