Volkswagen St.
- Michael Schröder - Redakteur

Wolfsburger Dominanz

Die Auswirkungen der Eurokrise bekommt auch Europas größter Autohersteller zu spüren. Doch nach der Krise dürfte VW noch stärker positioniert sein als jetzt.

Es ist kein Geheimnis, dass durch die Krise in Europa der bislang boomende Automobilsektor erste Bremsspuren zeigen wird.

Volkswagen St.
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20.08.2012

Prognosen des CAR-Center Automotive Research zufolge wird der Markt in Westeuropa 2012 um 5,4 Prozent und 2013 um 1,8 Prozent schrumpfen. Durch die starken Märkte insbesondere in den BRIC-Staaten und in den USA wird es im Weltmarkt jedoch nach wie vor für ein Absatzplus reichen.Wie ist vor einem solchen Hintergrund die im DAX notierte Volkswagen-Aktie (WKN 766 403) zu bewerten?

Krisenprofiteur

Von der Eurokrise werden sich die Wolfsburger nicht abkoppeln können, allerdings sehen Experten wie Professor Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Center Automotive Research VW als Krisenprofiteur. "Zu den großen Krisengewinnern gehört der VW-Konzern", so Dudenhöffer in seinem jüngsten Prognosebericht. Gemeinsam mit Porsche bewege sich die VW-Gruppe heute auf 25 Prozent Marktanteil in Europa zu. Nach der Krise sei ein Marktanteil von 30 Prozent nicht ausgeschlossen. Wettbewerber wie PSA oder Renault geraten immer weiter ins Hintertreffen. Die marktbeherrschende Stellung des VW-Konzerns dürfte das Wachstum in den nächsten Jahren noch beschleunigen, zumal die Wolfsburger bis 2018 ohnehin weltweit die Nummer 1 werden wollen.

Was ist die Aktie wert?

Wie sich die Aktie entwickeln wird, hängt jeweils mit den Erwartungen für das Folgejahr zusammen. Wenn man etwa wissen will, wohin sich die Aktie 2013 entwickeln wird, muss man sich die Erwartungen für 2014 ansehen und diese in Relation zu einem fairen KGV sehen. Bei der Ermittlung nutzt DER AKTIONÄR als faires KGV das durchschnittliche Vielfache des operativen Gewinns EBITDA der letzten zehn Jahre. Zudem wird unterstellt, dass VW künftig pro Jahr genauso stark wächst wie im 10-Jahres-Schnitt. Die unterstellten 6,43 Prozent pro Jahr sind angesichts der zu erwartenden Marktanteilsgewinne eine eher konservative Annahme. Zudem wird ab 2014 eine um einen Prozentpunkt höhere Marge von 13,43 Prozent unterstellt, da VW mit der Umstellung des Produktionssystems auf den modularen Querbaukasten hohe Kostenersparnisse erwartet. Der faire Wert für 2012 liegt unter Berücksichtigung der 2013er-Schätzungen bei 147,50 Euro - das entspricht weitgehend dem aktuellen VW-Kursziel des AKTIONÄR von 150 Euro.

Basisinvestment

Kurzfristig scheint die VW-Aktie fair bewertet. Mit Blick auf 2013 und 2014 verspricht der Wert einen Zugewinn von sechs bis sieben Prozent pro Jahr und zählt zu den Basisinvestments im DAX.

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