Constantin Medien
- Michael Schröder - Redakteur

Vorweihnachtlicher Geldregen

Eine solide Geschäftsentwicklung, Spekulationen über Schadensersatzklagen und eine interessante Charttechnik laden bei diesem Small Cap zum Kauf.

Bei Constantin Medien (WKN 914 720) könnte sich noch 2012 ein Geldregen einstellen.

Der Hintergrund: Die BayernLB fordert Schadenersatz von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone. Es geht um 41 Millionen Euro. Diese Summe hat die Landesbank einst an Ecclestone gezahlt, als Provision für den Verkauf von Anteilen an der Formel-1-Rennserie.

Constantin Medien
1,43 €
2,10 €
1,25 €
29.11.2012

Zu wenig erlöst

Auch Constantin Medien möchte Geld von Ecclestone haben. An der Filmfirma ist Ruth Kirch beteiligt, die Witwe des verstorbenen Medienmoguls Leo Kirch. Der war Hauptaktionär der Formel 1. Die Beteiligung fiel nach Kirchs Pleite der BayernLB als Pfand für einen Milliardenkredit zu. Als die Landesbank den Anteil an der Rennserie 2006 verkaufte, erlöste sie 825 Millionen Dollar. Laut einem Gutachten war dieser aber deutlich mehr wert. Nur deswegen war der heutigen Constantin Medien eine zuvor zugestandene Gewinnbeteiligung an dem Verkauf entgangen.

Urteil noch im Dezember

Aus Finanzkrisen ist zu hören, dass in beiden Fällen noch im Dezember mit einem Urteil zu rechnen ist - und Constantin Medien ein dreistelliger Millionen Betrag zugesprochen werden könnte. Zum Vergleich: die Marktkapitalisierung liegt bei rund 120 Millionen Euro.

Deutliches Kurspotenzial

Der Medienkonzern konnte in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisplus aufwarten. Die Jahresprognose wurde bestätigt. Demnach erwartet der Konzern für das laufende Fiskaljahr einen Konzernumsatz in der Spanne von 460 bis 480 Millionen Euro (2011: 465,7 Millionen Euro). Beim Ergebnis wird nach wie vor ein ausgeglichener Wert erwartet (2011: -2,6 Millionen Euro).Marcus Silbe, Analyst von Close Brothers Seydler Research, bewertet die Aktie von weiterhin mit "Buy". Sein Kursziel liegt bei 2,50 Euro.

Wieder im Fokus

Die Aktie von Constantin Medien könnte also in den kommenden Tagen wieder verstärkt in den Mittelpunkt rücken. Neben der soliden Geschäftsentwicklung dürften Spekulationen über positive Urteile bei Schadensersatzklagen für Impulse sorgen. Mit dem Sprung über die Marke von 1,50 Euro würde auch aus charttechnischer Sicht ein Kaufsignal generiert. Das erste Kursziel würde dann bei 1,80 Euro liegen.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte:
Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR

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