M.A.X. Automation
- Michael Schröder - Redakteur

Umweltspezialist zum Dumping-Preis

Rohstoffaufbereitung und CO2-Reduktion lassen bei diesem Spezialwert die Kasse klingeln.

M.A.X. Automation (WKN 658 090) profitiert von immer strengeren Umweltstandards und anziehenden Roh- und Reststoffpreisen. Ab dem laufenden Jahr sollten die Gewinne wieder sprudeln.

M.A.X. Automation
2,80 €
3,50 €
1,90 €
22.02.2010

"Der Umweltschutz rückt wieder stärker in den öffentlichen Blickpunkt", erklärt Bernd Priske, Vorstand der M.A.X. Automation im Gespräch mit dem AKTIONÄR. Eine weitere Verschärfung gesetzlicher Regularien würde der Holding, die auf Umwelttechnik und Industrieautomationslösungen spezialisiert ist, in die Karten spielen.

Talsohle durchschritten

Im abgelaufenen Jahr hat die Rezession Spuren im Geschäft hinterlassen. Analysten erwarten 2009 bei einem 30-prozentigen Umsatzrückgang auf 163 Millionen Euro ein ausgeglichenes Ergebnis (Vorjahr: 0,39 Euro je Aktie). Doch die Talsohle scheint durchschritten. "Wir sehen eine leichte Trendwende", so Priske. Vor allem im Umweltbereich. Insbesondere die Tochter Vecoplan, die Müllzerkleinerungsanlagen herstellt, profitiert von den immer strengeren Umweltstandards. Hier machen sich auch die wieder anziehenden Roh- und Reststoffpreise positiv merkbar.

Langfristig steigende Nachfrage

Priske erwartet eine langfristig steigende Nachfrage nach Umwelttechnologien und damit ein dynamisches Wachstum. Das wird auch durch die Auftragslage bei der Konzerntochter AltmayrBDT dokumentiert. Nachdem der Anlagenbauer im November von RWE Power den größten Auftrag der Firmengeschichte (Volumen: zwölf Millionen Euro) erhalten hat, zog der Spezialist für Rauchgasreinigung in Kohlekraftwerken zuletzt mehrere Folgeaufträge an Land.


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Wachstum ohne Subventionen

Auch im Bereich Industrieautomation ist eine Belebung zu spüren. Zudem schaut sich der Vorstand nach geeigneten Übernahmekandidaten um. Mit über 17 Millionen Euro Cash ist genug Kapital vorhanden. Ein weiterer Pluspunkt: Anders als in der Solarbranche ist das M.A.X.-Geschäftsmodell unabhängig von Subventionen in Form von Einspeisevergütungen.

Dynamisches Wachstum

Die Wachstumsdelle aus dem Vorjahr dürfte nur temporärer Natur sein. "Wir sind in der Lage auch aus der eigenen Kraft künftig dynamisches Wachstum zu generieren", so Priske. Mittelfristig strebt der Vorstand beim Umsatz die 300-Millionen-Euro-Marke an. Zu diesem Schluss sind auch die Analysten von Close Brothers Seydler Research. M.A.X. sollte 2010 auf den Wachstumspfad zurückfinden und einen Gewinn je Aktie von 0,20 Euro erzielen. Für das abgelaufene Jahr erwarten die Experten eine schwarze Null. Sie sehen das Kursziel bei 3,50 Euro. 

Aktie eindeutig zu günstig

Der Titel notiert auf Buchwert und wird KGV von 14 gehandelt - bei der Wachstumsfantasie ist das eindeutig zu günstig. Spätestens mit den Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr dürfte der Online-Musterdepotwert die 3-Euro-Marke ins Visier nehmen. Risikobewusste Anleger greifen schon vorher zu. Ein Stoppkurs bei 1,90 Euro sichert ab.

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