Mologen
- Marion Schlegel - Redakteurin

Spannendes Jahr für diesen Biotech-Wert

Die Biotech-Branche boomt. So hat der Nasdaq-Biotech-Index vor Kurzem erst ein neues Allzeithoch erreicht. Und ein Ende der Rallye ist nicht in Sicht. Auch in Deutschland werden Biotech-Titel bei den Anlegern immer beliebter. Hierzulande gilt Morphosys als absolutes Vorzeigeunternehmen der Branche. Doch es befindet sich eine weitere Gesellschaft in den Startlöchern, die schon bald eine ähnliche Erfolgsstory wie Morphosys schreiben könnte. Mologen hat dafür die besten Voraussetzungen. Mithilfe der firmeneigenen Plattformtechnologien MIDGE und d­SLIM entwickelt die Firma insbesondere aussichtsreiche Onkologiepräparate und hat hier mehrere Medikamentenkandidaten im Rennen.

Flaggschiffprojekt in der finalen Phase
Derzeit am Weitesten fortgeschritten ist die Entwicklung des aktiven Immunmodulators MGN1703 in der Indikation Darmkrebs. Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebsart in den Industriestaaten. Allein in Deutschland erkranken jähr­lich etwa 35.000 Männer und 30.000 Frauen daran. Hier geht Mologen einen vollkommen anderen Weg als die Konkurrenz. Anstatt die Krebszellen direkt zu bekämpfen, stärkt MGN1703 das körpereigene Immunsystem und versetzt es in die Lage, die Krebszellen zu erkennen und diese zu bekämpfen. Dies hat einen entscheidenden Vorteil: Diese Behandlungsmethode besticht durch eine enorm hohe Verträglichkeit. Zuletzt konnte Mologen in einer Phase-II/III-Studie signifikante, positive Ergebnisse im Rahmen einer Erhaltungstherapie zeigen. Derzeit ist die finale Zulassungsstudie in Vorbereitung. Ein wichtiger Schritt hierzu ist Mologen vor Kurzem gelungen. Im Rahmen einer Privatplatzierung im Februar dieses Jahres hat die Gesellschaft 15,7 Millionen Euro eingenommen. Die Finanzierung der geplanten Phase-III-Studie ist damit gesichert. Die Spitzenumsätze von MGN1703 schätzen Experten auf mehr als eine Milliar­de Euro pro Jahr.



Wichtige Verpartnerung
In diesem Jahr könnte aber sogar noch der ganz große Wurf gelingen. Mologen arbeitet an der Auslizenzierung von MGN1703 an einen Partner aus der Pharmaindustrie. Peter Spengler, Analyst der DZ Bank, rechnet damit, dass ein solcher Deal eine Vorabzahlung im Bereich von 30 Millionen Euro bedeuten könnte. Für die Jahre 2015 bis 2018 prognostiziert er weitere Meilensteinzahlungen von mehr als zehn Millionen Euro pro Jahr. Was so eine Auslizenzierung bedeuten kann, konnte man bei Morphosys eindrucksvoll sehen. Sollte Mologen nur annähernd so gute Konditionen wie Morphosys erhalten, würde das für Mologen einen Aufstieg in eine vollkommen neue Liga bedeuten. Und die große Investorenschar dürfte dann urplötzlich auf das Unternehmen aufmerksam werden.

Unbegrenzte Möglichkeiten
Aufgrund seines universellen Wirkmechanismus könnte MGN1703 in Zukunft aber noch bei einer ganzen Reihe weiterer Tumore eingesetzt werden. In diesem Jahr dürfte beispielsweise eine Phase-II-Studie bei kleinzelligem Lungenkrebs an den Start gehen.
Mit MGN1601 hat Mologen ein weiteres heißes Eisen im Feuer. Eine Phase-I/II-Studie zur Therapie von Nierenkrebs wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Das Unternehmen will das Medikament später ohne Partner weiterentwickeln, lediglich zur Vermarktung wird ein Partner gesucht. Das Besondere an MGN1601: Es funktio­niert wie eine therapeutische Impfung gegen Krebs. Ähnlich wie bei einer Grippeimpfung wird das Immunsystem durch körperfremde Tumorzellen aktiviert und die Krebszellen damit letztendlich bekämpft.

Bereit zum Durchstarten
Zwar befindet sich Mologen derzeit noch in der Entwicklungsphase, die Voraussetzungen sind aber glänzend, einmal eine ähnliche Erfolgsstory wie Morphosys schreiben zu können. Die erfolgreiche Verpartnerung von MGN1703 wäre ein absoluter Meilenstein und würde den Kurs sicher kräftig anziehen lassen. Anleger legen sich deswegen auf dem aktuellen Niveau ein paar Stücke ins Depot.

Mologen
11,93 €
20,00 €
8,80 €
07.03.2014

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