Dialog Semiconductor
- Markus Horntrich - Chefredakteur

Samsung + Apple = Superpower

Eines der wichtigsten Verkaufsargumente bei Smartphones und Tablets ist die Akkulaufzeit. Die hängt stark von der Nutzung des Gerätes ab. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an den Chip, der die Stromversorgung der einzelnen Anwendungen - Telefonie, Musik, Video - steuert. Dialog Semiconductor (WKN 927 200) hat derzeit dafür die Best-in-Class-Lösung. Immerhin setzen mit Apple und Samsung die zwei Platzhirsche im Mobile Business auf Lösungen von Dialog. Wie das Beispiel Samsung zeigt, gewinnen die Schwaben immer wieder Folgeaufträge.

Zweiter Blick entscheidend

Dialog Semiconductor
14,19 €
20,00 €
11,50 €
12.11.2013

Dialog steigerte den Umsatz im abgelaufenen Quartal um 22 Prozent auf 219,5 Millionen Dollar. Erklärungsbedarf besteht beim Ergebnis. Bedingt durch Einmaleffekte insbesondere durch den Kauf von iWatt im Sommer, ging das Nettoergebnis von 12,1 auf 3,6 Millionen Dollar zurück. Damit ist die Erklärung für den jüngsten Kursrückgang gefunden. Rechnet man jedoch die Einmaleffekte heraus, ergibt sich eine Steigerung des Gewinns um 22 Prozent.

Samsung bald wichtiger als Apple?

Wichtiger als der Blick auf die jüngsten Zahlen ist die Analyse der Wachstumsperspektiven. Mit Samsung schloss der TecDAX-Konzern mit dem kürzlich veröffentlichten Auftrag mittlerweile den vierten Deal ab. Dialog hat gute Chancen, sich auch bei weiteren Produkten der Koreaner durchzusetzen. "Wir arbeiten an weiteren Plattformen", so Dialog-Chef Dr. Jalal Bagherli im Gespräch mit dem AKTIONÄR. Neue Aufträge scheinen vor diesem Hintergrund lediglich eine Frage der Zeit.

Mittelfristig besteht durchaus die Möglichkeit, dass Samsung für Dialog sogar wichtiger als Apple wird. Nimmt man als langfristige Perspektive an, dass die Schwaben alle Smartphones und Tablets der Koreaner ausstatten - was bei Apple der Fall ist -, errechnet sich ein Umsatzpotenzial pro Quartal von mehr als 100 Millionen Dollar. Zum Vergleich: Mit Apple erlöste Dialog im dritten Quartal schätzungsweise 72 Millionen Dollar.

Dialog als iWatch-Kandidat

Aber auch bei Apple ist noch Luft nach oben. Kultkonzern hat eine Lizenz für das Mobilfunknetz von China Mobile erhalten. Das befeuert die Fantasie, dass Apple und China Mobile den lange erwarteten Kooperationsvertrag schließen, sobald das 4G-Netz der Chinesen Anfang 2014 fertig gestellt ist. Einmal angenommen, dass zumindest fünf Prozent der insgesamt 740 Millionen China-Mobile-Nutzer auf ein iPhone wechseln, könnte Dialog einen Umsatzsprung um 55 Millionen Dollar hinlegen.

Dialog-Chef Dr. Bagherli zeigte sich sehr optimistisch, was die neu eingeführte Bluetooth-Technologie betrifft. Ein solcher Chip ist auch in Apples iWatch, die 2014 vorgestellt werden soll, denkbar. Marktexperten trauen Bluetooth-gesteuerten Geräten zwischen 2013 und 2016 ein jährliches Wachstum von 66 Prozent auf eine Milliarde Geräte zu - reichlich neue Fantasie für den Chip-Spezialisten.

Dialog; Charts

Start der nächsten Wachstumsphase

Das Smartphone- und Tablet-Geschäft wird Dialog in den nächsten Jahren weiterhin ein solides Wachstum bescheren. Dank der ab 2014 zu erwartenden neuen Produkte in neuen Volumenmärkten sollte die Wachstumsdynamik anziehen. Dafür ist die Aktie mit einem KGV von 15 noch immer zu günstig. Das neue Kursziel: 20 Euro.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema: