Elexis
- Michael Schröder - Redakteur

Profitabel und (bald) zweistellig

Ausgehend von einer soliden Basis sollte der SDAX-Konzern eine Aufholjagd starten.

Elexis (WKN 508 500) dürfte im abgelaufenen Jahr dank seiner Branchendiversifikation, einer guten Marktposition und einem krisenerprobten Vorstand die wirtschaftlichen Auswirkungen recht gut abgefedert haben. Zudem sollte der im SDAX notierte Maschinenbauer mit Kostensenkungsprogrammen und einer Innovationsoffensive das Fundament für eine anhaltende Profitabilität gelegt haben.

Elexis
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23.02.2010

Als Spezialist für technologisch führende Maschinen zur Fertigungsautomatisierung und Qualitätskontrolle in sämtlichen Industriezweigen geht die Rezession nicht spurlos an Elexis vorbei. Da die Sauerländer aber vorwiegend in innovativen Nischenmärkten positioniert sind, konnte sich das Unternehmen etwas vom schwachen Branchentrend absetzen. In den ersten neun Monaten 2009 brachen die Umsätze in Folge der krisenbedingt reduzierten Auftragseingänge um 28,2 Prozent auf 95,0 Millionen Euro ein. Das EBIT ging sogar von 20 Millionen auf 2,5 Millionen Euro zurück. Die EBIT-Marge betrug somit 2,6 Prozent nach 15,1 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Profitabilität gesichert

Das primäre Ziel von Vorstand Siegfried Koepp war daher, die Profitabilität der Gruppe in 2009 zu sichern und eine gute Ausgangslage für profitables Wachstum in 2010 zu schaffen. Das sollte ihm gelungen sein. Analysten erwarten für 2009 einen Umatz in Höhe von 125 Millionen Euro sowie ein EBIT von 3,0 Millionen Euro. Unter dem Strich dürften noch immer 11 Cent je Aktie (Vorjahr: 1,47 Euro) verdient worden sein. Damit dürfte Elexis das Gröbste hinter sich haben. In den ersten neun Monaten wurden Kostenreduzierungen (Personal- und Gemeinkosteneinsparungen) in Höhe von 10,8 Millionen Euro umgesetzt, die zeitversetzt in vollem Umfang wirksam werden. Die Restrukturierungskosten sind bereits vollständig verarbeitet. Für das laufende Geschäftsjahr ist ein voller Jahreseffekt in Höhe von 14,7 Millionen Euro eingeplant.

Weiteres Wachstum

Die Analysten vom Bankhaus Lampe haben bereits einen kurzen Ausblick auf die Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche gegeben. "Der Bereich Stahl als Spätzykliker könnte das Umsatzniveau von 2009 unterschreiten. Im Bereich Antriebstechnik erwarten wir eine stabile Entwicklung. Dort sehen wir eine schwache Nachfrage aus dem Infrastruktursektor (Container-Häfen) sowie bessere Ergebnisse mit Kunden aus dem Rohstoffsektor", heißt es in der Kaufstudie. Im Bereich Druck sowie Kunststoff rechnen die Experten mit einer steigenden Nachfrage. Insgesamt prognostizieren sie für das laufende Jahr einen Anstieg der Konzernumsätze um etwa zehn Prozent und einen Gewinnsprung auf 0,57 Euro je Aktie.


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Risiken im Goodwill

Nach Ausschüttung der Dividende (4,4 Millionen Euro) im zweiten Quartal betrug das Eigenkapital der Gruppe zum Ende des dritten Quartals 66,0 Millionen Euro (Vorjahr: 71,6 Millionen Euro). Die Eigenkapitalquote blieb mit 52,7 Prozent nahezu konstant. Risiken liegen im Goodwill, der zum 30. September bei 29 Millionen Euro lag und damit 23,1 Prozent der Bilanzsumme ausmachte. Ein erheblicher Teil davon entfällt auf die Tochter Hekuma. "Sollte eine Belebung in Bereich Kunststoff ausbleiben, drohen Abschreibungen", so die Lampebank Analysten. Sie empfehlen die Aktie mit Kursziel 12,00 Euro zum Kauf.

Mittelfristig zweistellige EBIT-Marge

Ein erstes Kursziel, dem der AKTIONÄR zustimmt. Kann die Gesellschaft bei angepasster Kostenstruktur mittelfristig wieder eine zweistellige EBIT-Marge erzielen, sollte dies aber noch nicht das Ende der Fahnenstange sein. Diese Meinung macht sich auch langsam aber sicher am Markt breit. Die Aktie erwachte in den letzten Tagen aus ihrem Donröschenschlaf. Risikobewusste Anleger bauen auf dem aktuellen Niveau eine Position mit Ziel 12,00 Euro auf. Ein Stoppkurs bei 8,10 Euro sichert ab.

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