Helma Eigenheimbau
- Michael Schröder - Redakteur

Profis auf allen Ebenen

Helma Eigenheimbau befindet sich auf Kurs: Attraktive Grundstückskäufe sichern das weitere Konzernwachstum. Umsatz und Gewinn dürften in den kommenden Jahren daher weiter dynamisch wachsen.

Bei Helma Eigenheimbau brummt das Geschäft. Der Spezialist für individuelle Massivhäuser und nachhaltige Energiekonzepte hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen starken Auftragseingang in Höhe von 118 Millionen Euro erzielt – 31 Prozent mehr als im Vorjahr. In der isolierten Quartalsbetrachtung lagen die Nettoauftragseingänge des dritten Quartals bei 46,4 Millionen Euro (Vorjahr: 32,0 Millionen Euro). Damit erzielte die Gesellschaft auf Quartalsebene einen neuen historischen Rekordwert. Eine wichtige Voraussetzung zur Erreichung des künftigen Umsatz- und Gewinnanstiegs ist der fortlaufende Erwerb geeigneter Grundstücke. Dabei war Helma zuletzt sehr erfolgreich. Durch die starke Dynamik im Bauträgergeschäft – hier bekommen Kunden gleich das passende Grundstück für ihr neues Haus mitverkauft – steigt aber auch der Finanzierungsbedarf der Gesellschaft. „Die Grundstücke werden von uns vorfinanziert, was wir in der Regel bis zu 80 Prozent über Bankdarlehen zu sehr attraktiven Konditionen machen“, erklärt Helma-Vorstand Gerrit Janssen im Gespräch mit dem AKTIONÄR. Den Rest steuert Helma direkt bei.

Helma Eigenheimbau
19,10 €
25,00 €
17,00 €
13.01.2014

Wir haben eine Finanzierungsstrategie, die auf mehreren Säulen gründet“, sagt Janssen. „Die wichtigste Säule sind unsere operativen Cashflows und die thesaurierten Gewinne“, so der Vorstand weiter. Neben unbesicherten Kreditlinien im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich verfügt die Gesellschaft auch über einen intakten Kapitalmarktzugang und hat in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, neue Liquidität über die Emission von Anleihen in die Kassen spülen zu können.

Die 2010 emittierte 6,5-Prozent-Unternehmensanleihe (2010/2015) wurde zum 1. Dezember 2013 gekündigt und zum Nennwert zurückgezahlt – angesichts der niedrigen Zinsniveaus eine sinnvolle Maßnahme. Dazu wurde die überschüssige Liquidität aus dem operativen Geschäft genutzt. Im September hat Helma zudem eine neue Unternehmensanleihe mit einem Volumen von 25 Millionen Euro und einem Kupon von 5,875 Prozent erfolgreich emittiert.

Helma verfügt über ein stabiles „BBB“-Rating, eine Eigenkapitalquote von über 25 Prozent und ein nachhaltiges, profitables Wachstum. Bis 2015 soll ein Umsatzniveau von rund 250 Millionen Euro (2012: 114,0 Millionen Euro) erreicht werden.

Mit dem Sprung über die 19-Euro-Marke hat die Aktie daher auch in der vergangenen Woche ein neues Rekordhoch erreicht. Am kommenden Mittwoch (15.01) erwartet DER AKTIONÄR vorläufige Eckdaten für das abgelaufene Geschäftsjahr. Diese dürften die gute Entwicklung Helma Eigenheimbau noch einmal unterstreichen – und die Aktie weiter vorantreiben. Das nächste Kursziel liegt bei 25 Euro.

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