Klöckner & Co
- Michael Schröder - Redakteur

Mit Schwung ins neue Jahr

Mit trendstarken Qualitätsaktien können Anleger in Trendmärkten wenig falsch machen.

"The trend is your friend" lautet eine viel zitierte Börsenweisheit. Dieses Phänomen ist auch die Grundlage des erfolgreichen TSI-Musterdepots. Trend- oder momentumstarke Werte bescheren den Anlegern in der richtigen Börsenphase eine Outperformance. Der Vorteil dabei: Emotionen werden eliminiert.

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08.01.2013

Beim Screening der wichtigsten Aktien Deutschlands hat der AKTIONÄR zwei wichtige Kriterien herangezogen: Die Basis bildet die sogenannte TSI-Liste. Der TSI-Wert misst das Momentum der jeweiligen Aktie, indem der Kurs in Relation zu einem gleitenden Durchschnitt gesetzt wird. Bei Werten über 1 entwickelt sich die Aktie somit besser als in der Vergangenheit, je höher der TSI-Wert ist, desto höher das Momentum. Zusätzlich dazu hat der AKTIONÄR das Kurs-Umsatz-Verhältnis als zweites Kriterium herangezogen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen:

BMW: In der Spur

Innerhalb der letzten zwölf Monate hat die BMW-Aktie sagenhafte 40 Prozent zugelegt. Zuletzt hat sich die Aufwärtsbewegung sogar noch etwas beschleunigt. Rückenwind gab es dank der hervorragenden Absatzzahlen für den Monat November. Vor allem Fahrzeuge der Marke BMW fanden reißenden Absatz: Hier stiegen die Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr um sagenhafte 45 Prozent. Aufgrund der Krise in Südeuropa steuert die Autobranche sicherlich auf kein einfaches Jahr zu. Dennoch: BMW-Vorstand Norbert Reithofer hat es in den letzten Jahren geschafft, den Münchner Autobauer auf Vordermann zu bringen und traumhafte Margen von über elf Prozent zu verdienen. Eine attraktive Alternative zu den im DAX notierten Stammaktien sind die Vorzüge von BMW (WKN 519 003). Sie bieten aktuell eine Dividendenrendite von 4,7 Prozent und profitieren gleichermaßen von der Rekordfahrt des Münchner Premiumherstellers.

Volkswagen: Die Rekorde purzeln

Neben BMW hinterlässt auch Europas größter Autobauer Volkswagen einen glänzenden Eindruck. Nach dem Ausbruch über die 130-Euro-Marke Anfang Juli haben die VW-Vorzüge über 30 Prozent an Wert gewonnen und somit weitaus besser abgeschnitten als der DAX. Kein Wunder, läuft das Geschäft doch auf Hochtouren. Volkswagen hat im November erneut deutlich mehr Autos seiner Kernmarke Volkswagen auf die Straße gebracht. Mit 504.800 Neuwagen lag die Zahl der Auslieferungen sage und schreibe 11,5 Prozent höher als im November 2011. „Für das Gesamtjahr 2012 erwarten wir einen neuen Auslieferungsrekord, erwarten gleichzeitig aber auch ein anspruchsvolles nächstes Jahr", sagte VW-Vertriebsvorstand Christian Klingler. Die VW-Aktie ist derzeit nicht zu stoppen. Neben der Relativen Stärke spricht vor allem die günstige Bewertung mit einem KGV von 7 für 2013 für die Aktie. Sie ist daher auch eine Top-Empfehlung für 2013. Neueinsteiger greifen an schwachen Tagen zu.

Lufthansa: Abgehoben

Die eingetrübten Konjunkturaussichten lassen viele Airlines vorsichtiger werden. Auch Lufthansa-Chef Christoph Franz erwartet härtere Zeiten. Dennoch geht Franz in die Offensive. Die Kranich-Airline wird die Verjüngung der Flotte weiter vorantreiben. Bis zum Jahr 2018 werden an die Lufthansa 168 neue Maschinen geliefert. Rückenwind bekam die Lufthansa zuletzt von Morgan Stanley. Analystin Penelope Butcher hat ihr Kursziel auf 16,00 Euro erhöht. Dazu kommt die seit Wochen hohe Relative Stärke der Lufthansa-Aktie.

Allianz: Depot-Versicherung

Für Finanzwerte waren die letzten drei Jahre alles andere als ein Zuckerschlecken. Die Wertentwicklung der Commerzbank- oder der Deutschen Bank-Aktie gleicht einem Desaster. Einzig und allein die Allianz hat sich in den letzten Wochen in die Spitzengruppe der trendstarken Aktien nach oben gekämpft. Und die Zeichen stehen auf weiter steigende Kurse: Die operative Entwicklung läuft laut Vorstand Michael Diekmann planmäßig, die Dividendenrendite ist mit 4,4 Prozent sehr attraktiv. Zudem ist die aktuelle Bewertung mit einem 2013er-KGV von 8 günstig.

Klöckner & Co / Salzgitter: Comeback

Die Stahlpreise sind im Keller und Krösus ThyssenKrupp kämpft mit hausgemachten Problemen. Und dennoch haben die Anleger dem Kurs des Stahlhändlers Klöckner & Co in den letzten Wochen wieder neues Leben eingehaucht. Seit Anfang November summiert sich das Plus der Klöckner-Aktie auf beeindruckende 30 Prozent. Derzeit weist das Papier ein starkes Momentum auf. Auch die Salzgitter-Aktie konnte sich längst von ihren Tiefstständen lösen. DER AKTIONÄR geht davon aus, dass die Konjunktur weiter Fahrt aufnehmen wird. Deshalb werden kurz- bis mittelfristig Stahlwerte wie Klöckner & Co oder auch Salzgitter in den Mittelpunkt rücken. Beide Titel zählen zu den Geheimfavoriten für das Jahr 2013, wobei Klöckner & Co die spekulativere Alternative ist.

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