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- Michael Schröder - Redakteur

Megatrend "Internet der Dinge": Die mic AG profitiert

Die mic AG steht vor dem Verkauf ihrer 51-prozentigen Beteiligung an der neuroConn GmbH. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde mit einem Investorenkonsortium unter der Führung der Passion Investment Group unterzeichnet und dürfte bei Abschluss der Transaktion einen mittleren einstelligen Millionenbetrag in die Kassen des Frühphaseninvestores spülen.
Zudem treiben die Münchner ihre Neuausrichtung mit Fokus auf den Megatrend "Internet der Dinge" (Internet of Things) mit Hochdruck voran. Analysten sehen den fairen Wert der mic-Aktie bei 7,25 Euro. DER AKTIONÄR traf mic-Vorstandschef Claus-Georg Müller zum Exklusiv-Interview.
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14.05.2014
Herr Müller, die mic AG hat eine Absichtserklärung zum Verkauf der Beteiligung neuroConn GmbH unterzeichnet. Welche Bedeutung hat dieser Deal für die mic AG?

Claus-Georg Müller:
Die Unterzeichnung der wechselseitig verbindlichen Absichtserklärung war der erste Schritt für den angekündigten kompletten Exit und für unsere Aktionäre ein wichtiges Signal, dass unser Geschäftsmodel funktioniert. Nachdem wir in den vergangenen beiden Jahren überwiegend auf den operativen Teil unserer Beteiligungen konzentriert waren, können wir mit diesem Deal jetzt auch zeigen, dass wir mit hohen ROIs verkaufen können. 
Ein vollständiger Verkauf Ihres 51-Prozent-Pakets an der neuroConn GmbH würde Ihnen einen mittleren einstelligen Millionenbetrag in die Kasse spülen. Wofür wollen Sie diese Gelder einsetzen?
Im ersten Schritt gilt es nun weitere Exits und IPOs vorzubereiten. Mit der entsprechenden Liquidität lässt sich auch der eine oder andere Reverse Merger realisieren. Außerdem ist es hierfür wichtig, unsere Buy-and-Build-Strategie in den Themen-AGs konsequent umzusetzen. Wir haben hier schon einige LOIs in den Endverhandlungen. 
Die Neuausrichtung Ihres Portfolios schreitet voran. Welche Strategie verfolgen Sie zukünftig?
Die Themen-AGs, unsere auf einzelne Wachstumsbranchen fokussierten Tochtergesellschaften, erreichen gerade einen Reifegrad, der sie auch für internationale Investoren interessant macht. So sehen wir zum Beispiel bei der Wearable Technologies AG eine große Resonanz aus den USA. Hier laufen Gespräche auf höchster Ebene mit international aufgestellten Konzernen. Dasselbe gilt für die mic IT AG, da jetzt erkannt wird, dass Lösungen für das Thema „Big Data Analyse“ dringend benötigt werden und wir mit Technologien wie Dimensio einen „Game Changer“ haben. Und die mic sense AG positioniert sich für die nächste Industrie 4.0 Revolution –Technologien, die es erlauben, enorme Schritte in der Verbesserung der Fertigung zu erreichen.     
Eines der zentralen Themen, denen Sie sich verschrieben haben, ist der Megatrend „Internet of Things“ (IOT). Welches Potenzial sehen Sie in diesem Bereich?
Wir wollen uns hier ganz klar als die IOT AG positionieren. Wir haben jetzt schon 80 Prozent unseres Portfolios in diesem Segment und wir sehen ein explosionsartiges Wachstum in diesem Markt. Allein im Bereich Wearable Technologies (WT) wird ein Wachstum von einigen 100 Millionen Devices auf 20 Milliarden Stück im Jahr 2020 erwartet. IOT oder Machine-to-Machine (M2M) wird – ohne dass wir davon viel mitbekommen werden – unser gesamtes Leben beeinflussen und mittelfristig um das 1.000-fache mehr Daten generieren wie das klassische, uns bekannte Internet.
Wie wollen Sie dieses Potenzial für die mic AG heben?
Wir hatten hier einen guten Riecher und sind jetzt im Rennen um diesen Markt gut positioniert. Selbst wenn wir nur wenige Prozent von diesem Markt bekommen, sind das richtige Werte.
Prüfen Sie Zukäufe im Bereich IOT?
Wir stehen bereits in Verhandlungen mit potenziellen Beteiligungen für unsere Themen-AGs und könnten die eine oder andere Übernahme relativ zeitnah realisieren.
Ist ein Börsengang einer Ihrer Beteiligungen für Sie ein Thema, sofern sich das IPO-Klima nachhaltig verbessert?
Dies ist für uns durchaus eine spannende Option. Insbesondere bei der mic IT AG treiben wir dies massiv voran und haben festgestellt, dass eine Bewertungsschwelle von 50 Millionen Euro sehr wichtig ist, speziell für internationale, institutionelle Investoren.
Die mic-Aktie konnte sich zuletzt leicht erholen, notiert aber noch immer weit unter dem von Analysten errechneten fairen Wert von 7,25 Euro. Worauf führen Sie die Zurückhaltung der Anleger zurück?
Ich bin überzeugt, dass sich das in den kommenden Wochen nachhaltig ändern wird, nachdem wir unser Geschäftsmodell unter Beweis gestellt haben. Des Weiteren haben wir seit Anfang des Jahres unsere Investorengespräche stark auf internationale Investoren ausgeweitet, speziell in der Schweiz und den USA. Hiervon versprechen wir uns entsprechendes Feedback.
Zum Abschlus: Welche Schlagzeile würden Sie gerne in drei Jahren über die mic AG lesen?
Der Börsenwert der mic AG überspringt die 100 Millionen-Euro-Marke.
Herr Müller, vielen Dank für das Gespräch!

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