LOTTO24
- Michael Schröder - Redakteur

Der Börsen-Jackpot

Genau 24.397.198 Euro und 30 Cent! Um diese sagenhafte Summe wurde der Besitzer des Lottoscheins mit sechs Richtigen samt Superzahl Ende Januar reicher. Dies war der vierthöchste Einzelgewinn in der deutschen Lottogeschichte.

Zwar liegen die Gewinnchancen auf den Jackpot nur bei etwa eins zu 140 Millionen. Dennoch träumen viele Deutsche von dem Geldregen, mit dem sich Wünsche wie ein Luxusauto, ein Eigenheim oder einfach ein sorgenfreies Leben finanzieren lassen. Derzeit spielen 16 Millionen Deutsche oder rund 25 Prozent aller Erwachsenen regelmäßig Lotto – Tendenz steigend.

LOTTO24
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12.02.2014

Dass Lottospielen in Deutschland immer beliebter wird, liegt auch an den neuen Spielmöglichkeiten und am erleichterten Tippen im Internet. Letzteres war durch die Werberestriktionen und das Online-Verbot seit 2008 aber rückläufig. Mit dem Wegfall der Beschränkungen wurde der Weg für überproportionales Wachstum geebnet.

Branchenstudien zufolge ist nach dem Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrages (GlüStV) am 1. Juli 2012 ein kontinuierlicher Anstieg des Lotteriegesamtumsatzes auf etwa elf Milliarden Euro im Jahr 2020 und damit eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von rund 4,5 Prozent zu erwarten. Der Online-Anteil am Gesamtumsatz sollte dabei auf rund 30 Prozent (rund 3,5 Milliarden Euro) ansteigen.

Zum Vergleich: In Deutschland lag der Online-Anteil am Lotteriemarkt im Jahr 2008, dem letzten Jahr vor dem Verbot der Online-Vermittlung, noch bei zehn Prozent. Aktuell wird er auf gerade einmal zwei Prozent geschätzt. In anderen europäischen Ländern liegt die Quote schon im niedrigen zweistelligen Bereich.

Dieses Aufholpotenzial spielt der Lotto24 AG in die Karten. Als führender deutscher Vermittler von staatlich lizenzierten Lotterien im Internet schließt das Unternehmen im Kundenauftrag Spielverträge mit den jeweiligen Lotterieveranstaltern ab. Womit verdient die Gesellschaft ihr Geld? Für die Vermittlung der Lotterieprodukte über das Internet erhalten die Norddeutschen von den Landeslotteriegesellschaften Vermittlungsprovisionen von rund neun Prozent. So kann Lotto24 Erträge erwirtschaften, ohne selbst das Veranstalterrisiko zu tragen.

Als Spin-off der Tipp24 SE, dem ehemaligen Marktführer in der Online-Vermittlung von Lottoprodukten in Deutschland, profitiert Lotto24 von dem langjährigen Technologie- und Marketingwissen der Mutter. Zudem spart die Gesellschaft an Software-Entwicklungskosten, indem sie die IT-Plattform der Tipp24 gegen eine Lizenzgebühr nutzt. Zu guter Letzt steht mit Petra von Strombeck als ehemaligem Marketingvorstand der Tipp24 eine erfahrene Bracheninsiderin an der Spitze der Gesellschaft, die das Geschäft aus dem Effeff kennt.

Die künftige Umsatz- und Gewinnentwicklung hängt vom Erfolg der Marketingmaßnahmen und der Neukundenakquisition ab. Durch die Erhöhung der Anzahl der registrierten Kunden und dem Ausbau des Marktanteils werden auch die Erlöse sukzessive steigen.

Seit März 2013 verfügt die Gesellschaft über die Werbeerlaubnis und hat umgehend mit der Online-Vermarktung gestartet. Das Marketingbudget für das laufende Jahr beträgt 15 Millionen Euro. Damit sollen Kunden mit zielgenauem Marketing effizient erreicht werden. Nach einer zweiten Kapitalerhöhung im September 2013 verfügt Lotto24 anders als die meisten Wettbewerber über das nötige finanzielle Polster. Mit den Online-Portalen web.de und GMX stehen bereits seit 2012 zwei reichweitenstarke Partner als Multiplikator zur Verfügung.

Mit diesem aggressiven Marktauftritt wurde die Zahl der registrierten Kunden innerhalb von zwölf Monaten auf 242.000 vervielfacht. Dieser Trend sollte sich im laufenden Jahr fortsetzen.

Entsprechend zog das vermittelte Transaktionsvolumen auf 30,5 (Vorjahr: 1,1) Millionen Euro an. Mit 213.000 Neukunden ist Lotto24 im abgelaufenen Jahr dabei sogar noch etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Das lässt sich allerdings auf eine Reduktion der Marketingaufwendungen im vierten Quartal zurückführen. „Das Q4 ist grundsätzlich das teuerste Quartal, um Werbung zu schalten. Aus diesem Grund hat sich Lotto24 dazu entschlossen, Werbemaßnahmen eher auf Q1 2014 zu verschieben“, erklärt Alexandra Schlegel, Analystin beim Bankhaus Lampe, in einer Studie.

Der kostenintensive Aufbau des Geschäfts geht nicht spurlos an der Bilanz vorbei. Bei einem Umsatzvolumen von rund 2,7 Millionen Euro im Gesamtjahr 2013 (Vorjahr: 93.000) ergab sich eine Bruttomarge von 8,9 Prozent. Das Ergebnis aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag dagegen bei minus 11,4 Millionen Euro (Vorjahr: minus 4,3 Millionen Euro) und das Ergebnis bei rund minus 8,8 Millionen Euro (Vorjahr: minus 3,1 Millionen Euro).

DER AKTIONÄR geht davon aus, dass vor dem Hintergrund der kostenintensiven Steigerung der Marketingaktivitäten noch bis mindestens 2016 unterm Strich Verluste in den Büchern stehen werden. Als zusätzliches Störfeuer könnten sich neben Veränderungen der regulatorischen Rahmenbedingungen (aktuell läuft die Werbeerlaubnis nur bis März 2015) Aktivitäten der Wettbewerber erweisen.

„Lotto24 verfügt unserer Meinung zufolge über alle notwendigen Kriterien, um sich als einer der ersten Marktteilnehmer in dem neu geöffneten deutschen Online-Lottomarkt durchzusetzen und wie ehemals Tipp24 eine marktführende Position zu erreichen“, ist Schlegel dennoch optimistisch. Die Lampebank-Analystin sieht die Aktie daher erst bei sechs Euro fair bewertet. Auch bei ihren Kollegen kommt die Aktie gut an. Jochen Reichert von Warburg Research hat das Kursziel auf 6,70 Euro festgesetzt. Die Privatbank Berenberg traut der Aktie sogar noch mehr zu. Stolze 8,50 Euro gibt Analyst Gunnar Cohrs als Ziel aus.

Beflügelt von den guten Aussichten dürfte der Real-Depot-Wert schon bald in einen neuen Aufwärtstrend übergehen – und sich zum Hauptgewinn im Depot entwickeln.

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Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

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