IVU Traffic Technologies
- Michael Schröder - Redakteur

Langfristige, nachhaltige und solide Anlage

Starker Schlussspurt: IVU hatte ein gutes viertes Quartal 2013 angekündigt und die Berliner werden Wort halten, wie Finanzvorstand Frank Kochanski dem AKTIONÄR jetzt verriet. Und auch für 2014 erwartet das schuldenfreie Softwareunternehmen, das auf Systeme für den öffentlichen Verkehr spezialisiert ist, eine Fortsetzung des Erfolgskurses.

Mit einem cashbereinigten KGV im einstelligen Bereich sind die Berliner im Peergroupvergleich günstig bewertet. DER AKTIONÄR sprach mit Vorstand Frank Kochanski über die jüngsten Großaufträge, die Insiderkäufe des Managements und die Unterbewertung der Aktie.

Und was war in der Schweiz der ausschlaggebende Erfolgsfaktor für die Entscheidung für IVU-Systeme?

Auch da war es der hohe Standardisierungsgrad und die Skalierbarkeit unserer Lösungen. Die Einsätze von 2.000 Fahrzeugen und 3.000 Fahrern der PostAuto Schweiz AG werden zukünftig mit der IVU.suite geplant und disponiert. Damit das in allen Schweizer Betriebsregionen einheitlich und effizient funktioniert, nutzt das Unternehmen die gut durchdachten Standardprozesse der Systeme als Grundlage für eigene interne Arbeitsweisen. Das zeigt, wie qualitativ hochwertig unsere Konzepte und Systeme auch im Ausland wahrgenommen werden.

Inwiefern helfen Ihnen diese Referenzprojekte national bzw. international im Vertrieb?

Beide Projekte sind sowohl von ihrem Umfang als auch von dem hohen technologischen Standard der eingesetzten Lösungen her eine wichtige Referenz auf dem weltweiten Markt. Zwei Busbetriebe mit mehreren hundert Fahrzeugen betreiben in ihrem Betriebsgebiet einen flächendeckenden öffentlichen Verkehr mit IVU-Systemen. Die Aussichten sind vielversprechend, dass weitere Busbetriebe diesem Beispiel folgen.

Lassen Sie uns auf das Geschäftsjahr 2013 zurückblicken, in dem Sie ein starkes viertes Quartal in Aussicht gestellt haben. Haben sich Ihre Erwartungen im Schlussquartal erfüllt?

Ja, sie haben sich erfüllt. Unsere Zahlen werden am 20. März veröffentlicht. Und ich wiederhole mich gern, wenn ich sage, dass die für 2013 gesetzten Ziele nicht zu hoch gesteckt waren.

Können Sie uns schon einen ersten Ausblick auf 2014 geben? Dürfen sich Ihre Aktionäre auch in diesem Jahr auf neue Rekordzahlen bei Umsatz und Ergebnis freuen?

Ich möchte an dieser Stelle lieber von Stetigkeit und Nachhaltigkeit sprechen, anstelle von Rekordzahlen. Die IVU befindet sich seit Jahren auf einem kontinuierlichen Erfolgskurs. Wir wachsen solide und organisch, d. h. aus eigenen Mitteln. Das wird auch in den nächsten Jahren so bleiben. Ich bin also zuversichtlich, dass wir auch 2014 von soliden Werten in Umsatz und Rohergebnis ausgehen können.

Die IVU ist im Ausland vor allem in Südamerika und dem asiatisch-pazifischen Raum stark vertreten. Erwarten Sie in den kommenden Monaten neue Großaufträge aus diesen Regionen?

Wir konzentrieren unsere Vertriebsaktivitäten ja erst seit einigen Jahren auf diese Märkte. In dieser doch recht kurzen Zeit haben wir mit neuen Aufträgen aus Kolumbien, Chile, der Mongolei, Vietnam und Israel wichtige Erfolge erzielt. Diesen Trend werden wir in den kommenden Jahren fortsetzen. Aber bitte haben Sie dafür Verständnis, dass ich aufgrund der streng reglementierten Ausschreibungsgesetze keine konkreten Angaben zu laufenden Akquisitionen machen kann. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir auf diesen Märkten zukünftig weitere Kunden gewinnen können.

In den ersten neun Monaten haben Sie die Personalkapazität um sieben Prozent ausgeweitet. Planen Sie im laufenden Jahr eine weitere Aufstockung?

Wir werden unsere Personalkapazität auch im folgenden Jahr dem Geschäftsverlauf anpassen und bei Bedarf erweitern. Denn Wachstum erfordert gutes Fachpersonal. So fördern wir insbesondere die internationale Kompetenz unseres Teams, indem wir verstärkt Mitarbeiter mit breiter interkultureller Erfahrung und hervorragenden Sprachkenntnissen einstellen.

Im Dezember gab es weitere Insiderkäufe seitens des IVU-Managements. Was macht Sie so zuversichtlich für die IVU-Aktie?

Dafür gibt es drei wesentliche Gründe: Erstens nimmt mit der stetig zunehmenden Weltbevölkerung auch der internationale Mobilitätsbedarf zu – und wir bieten die Lösungen für die nächsten Dekaden.

Und zweitens …

… ist IVU ein schuldenfreies, solide wachsendes Unternehmen mit langfristigen Erfolgschancen weltweit und einer ordentlichen Performance.

Was ist der dritte Grund?

Unsere Aktie ist noch immer unterbewertet. Ich bin jedoch sicher, dass sich dies bald ändern wird.

Demnach sollten Anleger dem Beispiel des Managements folgen und in IVU-Aktien investieren?

Anleger, die eine langfristige, nachhaltige und solide Anlage suchen, sind mit IVU-Aktien gut beraten.

Herr Kochanski, besten Dank für das Interview!

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