GFT Technologies
- Michael Schröder - Redakteur

IT-Wachstumsperle startet durch

Die GFT Technologies AG hat nach einem planmäßig verlaufenen ersten Halbjahr ihre Wachstumsdynamik im dritten Quartal deutlich beschleunigt - und die Prognose für das Gesamtjahr angehoben.

Nach neun Monaten erzielte GFT Technologies einen Umsatzzuwachs von sechs Prozent auf 185,4 Millionen Euro. Das Vorsteuerergebnis (EBT) verbesserte sich im selben Zeitraum um 44 Prozent auf 11,2 Millionen Euro. Im Berichtszeitraum erwirtschaftete der IT-Dienstleister für Banken und Versicherungen - zu den Kunden zählen namhafte Konzerne wie die Deutsche Bank, Commerzbank, Banco Santander und Barclays - einen Periodenüberschuss in Höhe von 8,38 Millionen Euro, was einem Anstieg um 64 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht.

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14.11.2013


Großen Anteil an der guten Entwicklung hat der auf IT-Lösungen für den Finanzsektor spezialisierte Geschäftsbereich GFT Solutions, der nach neun Monaten ein Umsatzplus von 30 Prozent auf 117,8 Millionen Euro verzeichnet, wovon 10,2 Millionen Euro auf die in diesen Bereich übernommene und integrierte Sempla S.r.l. entfallen. Bereinigt um diesen Umsatzbeitrag verzeichnete GFT Solutions ein Wachstum von 19 Prozent. Der Geschäftsbereich emagine, der auf die personelle Besetzung von Technologieprojekten spezialisiert ist, lag mit einem Umsatz von 67,6 Millionen Euro 20 Prozent unter dem Vorjahreswert (84,1 Millionen Euro).

Starkes Wachstum

Der Ergebnisbeitrag des Segments GFT Solutions stieg in den ersten neun Monaten um 62 Prozent auf 12,8 Millionen Euro. Daraus resultiert eine Verbesserung der Umsatzrentabilität auf 10,9 Prozent (Vorjahr: 8,8 Prozent). Die im Vergleich zum Umsatz überproportionale Ergebnissteigerung resultiert im Wesentlichen aus einem erhöhten Auslastungsgrad. Im Geschäftsbereich emagine war das Segmentergebnis (0,41 Millionen Euro) durch Kosten im Rahmen der Neuausrichtung vor allem im ersten Halbjahr belastet.

Zufriedener Vorstand

"Wir freuen uns über die gute Performance des Geschäftsbereichs GFT Solutions, die sich im Jahresverlauf kontinuierlich gesteigert hat", erklärte der GFT-Finanzvorstand Jochen Ruetz am Rande des Deutschen Eigenkapitalforums in Frankfurt. "Die erfolgreich verlaufende Integration von Sempla hat unser Lösungsangebot gestärkt", so Ruetz weiter. Daher dürfte die Gesellschaft ihren Wachstumskurs auch im vierten Quartal fortsetzen.

Prognose angehoben

Die Übernahme von Sempla, eine italienische Firma die auf IT-Dienstleistungen für Geschäfts- und Privatbanken spezialisiert ist, mit Wirkung zum zweiten Halbjahr wird das Gewinnniveau von GFT spürbar erhöhen. Damit wird der Bereich Solutions so ergänzt, so dass die GFT Gruppe zu einem der führenden Anbieter von IT-Lösungen für Finanzdienstleister in Europa wird. Der Vorstand sieht hier in den kommenden Quartalen zudem deutliche Synergieeffekte. Finanziert wurde der Kaufpreis von rund 21 Millionen Euro aus der hohen Cash-Position, die zum Halbjahr bei rund 29 Millionen Euro lag. Vor diesem Hintergrund hat der Vorstand die Prognose für das Gesamtjahr für das Vorsteuerergebnis auf rund 16 Millionen Euro (vormals mindestens 15 Millionen Euro) angehoben und erwartet eine Umsatzsteigerung auf mindestens 260 Millionen Euro (Vorjahr: 230,7 Millionen Euro) bei einem EBITDA von rund 19 Millionen Euro (Vorjahr: 13,35 Millionen Euro). Unter dem Strich dürfte rund 0,42 Euro je Aktie Gewinn stehen.

Gute Aussichten

Aber auch die mittelfristige Prognose hat Bestand: Bis 2015 soll der Umsatz auf 400 Millionen Euro klettern. Dabei erwartet der Finanzchef ein organisches Wachstum von jährlich rund zehn Prozent. Die verbleibenden 70 Millionen Euro Umsatz sollen durch Übernahmen generiert werden. Bei einer operativen Gewinnmarge von sechs Prozent sollte der Gewinn je Aktie bis 2015 dann auf 0,60 Euro je Aktie steigen. Bekommt GFT den kleinen, aber aussichtsreichen Geschäftsbereich emagine auf Kurs, hat die Marge noch Luft nach oben.

Weiter aufwärts

GTF Technologies befindet sich auf Wachstumskurs. Mit der Übernahme von Sempla ist den Verantwortlichen ein Glücksgriff gelungen. Mit einem 2014er-KGV von 11 und einer Dividendenrendite von über rund drei Prozent ist die Aktie nach der jüngsten Aufwärtsbewegung noch immer günstig bewertet. Das nächste Ziel liegt bei 8,00 Euro.

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