RIB Software
- Michael Schröder - Redakteur

Höher, schneller, weiter …

Willkommen in der 5. Dimension. Dieses Software-Unternehmen will das Weltbauwesen verändern.

Die Schwaben sind für das Sparen über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Dass aber die in der Schwabenmetropole Stuttgart beheimatete RIB Software (WKN A0Z 2XN) eine Lösung entwickelt hat, mit der die weltweite Baubranche sparen kann, wissen nur die wenigsten.

RIB Software
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11.05.2012

In vielen Branchen und Sektoren ist die virtuelle Planung und Entwicklung auf Basis von 3D-Modellen am Computer nicht mehr wegzudenken. Mit dieser digitalen Fabrik werden in der Automobilindustrie beispielsweise Kosteneinsparungen von bis zu 30 Prozent erreicht. Thomas Wolf hat als Visionär der Baubranche diese Entwicklung frühzeitig erkannt und sie auf die Baubranche projiziert. Der Vorstand der RIB Software hat mit seinem Team eine innovative Software zum modellbasierten, digitalen Bauen entwickelt: die RIB iTWO. Neben der Zusammenführung dreidimensionaler Geometriedaten bezieht diese bauspezifische 5D-Softwarelösung auch die Betrachtung der Faktoren Zeit (4D) und Kosten (5D) mit ein. iTWO setzt also auf den Ergebnissen von CAD-Software auf und optimiert den Einsatz von erforderlichen Ressourcen wie Baustoffen, Maschinen oder Personal über den gesamten Zyklus eines Bauprojektes - und hilft effizient zu arbeiten. "Die Arbeitsweise und die Prozesse werden sich damit grundlegend verändern", erklärt Wolf gegenüber dem AKTIONÄR. "Ein Ergebnis wird die Beseitigung der heute bestehenden Kostenrisiken und Prozessstörungen sein", fasst der Vorstand die vielfältigen Optimierungspotenziale zusammen.

Auf Kundenfang

Bevor man das Produkt wie geplant als Standard für die Bauindustrie etablieren kann, muss es potenziellen Kunden schmackhaft gemacht werden. "Das Unternehmen hat im zweiten Halbjahr 2010 dazu bereits weltweit zehn Vertriebsniederlassungen eröffnet", erklärt Andreas Wolf von Warburg Research. "In der Regel dauert es gut ein Jahr bis Vertriebsmitarbeiter für die Produkte geschult sind und neu geknüpfte Kundenkontakte sich in Aufträgen widerspiegeln", führt der Analyst aus. Die Vertriebspipeline gliedert sich bei RIB dabei in drei Phasen: In der ersten Phase erfolgt zum Test die Installation von fünf bis zehn Software-Lizenzen. Hier befinden sich aktuell rund 50 Kunden. Nach erfolgreicher Testphase erfolgt die Einführung von iTWO in einer oder mehreren Unternehmensabteilungen. Hier liegt das Volumen bereits bei rund 0,5 Millionen Dollar je Kunde. Darauf folgt die unternehmensweite Einführung der Softwarelösung. Die durchschnittlich erwarteten Umsätze liegen in dieser Phase III je nach Größe des Kunden zwischen einer Million und zehn Millionen Dollar. 2012 will RIB acht Kunden in die Phase II bringen. Zwei wurden bereits im ersten Quartal vermeldet, weitere stehen dem Vernehmen nach vor dem Abschluss. Mittels Akquisitionen dürfte sich RIB weiteren Kundenzugang erschließen. "Übernahmeziele, die RIB einer stärkeren Prüfung unterzieht, befinden sich bevorzugt in China. Dieser Markt dürfte die USA als weltweit größten Bauindustriemarkt ablösen", erklärt der Warburg-Analyst.

Bauen in der Cloud

Der RIB-Vorstand denkt hier aber auch schon einen Schritt weiter und hat als Ergänzung zu iTWO das Produkt xTWO Cloud entwickelt - den virtuellen Marktplatz für die Bauindustrie. Der Bausoftware-Profi sieht hier noch mehr Potenzial als im Lizenzbereich und will daher in der Cloud "ordentlich Masse" machen. xTWO Cloud dient dazu, den Austausch zwischen den Parteien im Baugewerbe über ein cloud-basiertes Portal zu ermöglichen.

Guter Start

Wolf richtet den Blick zwar gerne nach vorne. Aber auch die Gegenwart sieht gut aus. Der Start ins laufende Jahr ist durchaus vielversprechend ausgefallen. Insgesamt sollte der Gesellschaft 2012 der Durchbruch gelingen. Denn um die Einsparungen durch die 5-D-Technologie zu nutzen, forcieren zunehmend auch immer mehr Auftraggeber und Investoren, aber auch Regierungen den Einsatz der 5D-Bausoftware.

Vor dem Durchbruch

Der Nutzen der neuen Technologie ist signifikant, seine Verbreitung steht erst am Anfang. Gelingt RIB die Marktdurchdringung und der Aufbau des virtuellen Bau-Marktplatzes in der Cloud, sollten Umsatz und Gewinn nachhaltig kräftig steigen. Mit dem nachhaltigen Sprung über den Widerstand bei 5,50 Euro würde ein neues Kaufsignal generiert und die Aktie könnte ihre Aufwärtsbewegung fortsetzen. Auf Jahressicht liegen hier Kurse im Bereich von 7,50 Euro im Rahmen des Möglichen.

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