PLAN OPTIK O.N.
- Michael Schröder - Redakteur

Gewinne nach Plan

Ein Technologieführer, der als bevorzugter Partner internationaler Volumenhersteller in einem absoluten Wachstumsmarkt agiert, dabei moderat bewertet ist und dazu im kommenden Jahr vermutlich noch eine Dividende zahlt – gibt es nicht? Doch: die 1971 gegründete und im Westerwald beheimatete Plan Optik AG.

„Die Firma hat sich in den vergangenen Jahren sehr gut aufgestellt und die neuen Produktbereiche in der Mikrosystemtechnik mit einer Investitionsoffensive stark vorangebracht“, erklärt Felix Gode von GBC Research gegenüber dem AKTIONÄR. Damit wurde das Fundament für das eigene Wachstum geschaffen. Während dieser Zeit entwickelte die Gesellschaft gemeinsam mit großen Konzernen mehrere Spezialprodukte. Zu diesen zählen eine Verkapselung für Hochleistungs-LEDs sowie Komponenten für Digitalkameras und Reifendrucksensoren. Mit solchen maßgeschneiderten Komponenten beliefert Plan Optik die jeweiligen Entwicklungspartner wie Infineon, Samsung, Osram Licht oder Bosch – und das meistens langfristig und exklusiv.

PLAN OPTIK O.N.
3,28 €
4,40 €
2,50 €
10.12.2013

Mittlerweile ist Plan Optik im stark wachsenden Markt für Glaswafer gut positioniert und nimmt in einigen Bereichen sogar eine weltmarktführende Stellung ein. Die Analysten des französischen Marktforschungsunternehmens Yole sind sogar der Auffassung, dass der Markt für Glaswafer erst am Beginn einer rasanten Entwicklung steht. „Dieser Markt ist unglaublich dynamisch und wird in den kommenden Jahren mit Wachstumsraten von 30 bis 40 Prozent zulegen“, stimmt GBC-Experte Gode zu.

Schon jetzt können sich die Wachstumsraten der Gesellschaft sehen lassen. Zum Halbjahr 2013 kletterten die Umsätze um mehr als 30 Prozent auf 4,6 Millionen Euro. Dabei drehte das Ergebnis vor Steuern von minus 0,08 Millionen auf 0,38 Millionen Euro ins Plus. Unter dem Strich blieb ein Ergebnis je Aktie von knapp 0,08 Euro. Der operative Cashflow von 0,88 Millionen Euro unterstreicht die hohe Ergebnisqualität. Die Entwicklung macht ganz klar deutlich, dass Plan Optik bei entsprechender Umsatzentwicklung Skaleneffekte realisieren kann. Die nächsten Quartale werden eine entsprechend positive Auswirkung auf das Ergebnis zeigen.

Aber auch die Auftragslage verbesserte sich deutlich. Die Auftragseingänge lagen zum Halbjahr mit 5,45 Millionen Euro um rund 12,5 Prozent über dem Vorjahr. Damit dürfte auch das zweite Halbjahr stark ausfallen. Im Gesamtjahr sollte der Umsatz um 28 Prozent auf 9,51 Millionen Euro klettern. Beim Gewinn je Aktie erwartet der AKTIONÄR eine Vervielfachung auf 0,15 Euro.

Ebenfalls stark: die Bilanz. Bankverbindlichkeiten von 0,84 Millionen Euro stehen liquide Mittel von 1,27 Millionen Euro gegenüber. Die Eigenkapitalquote liegt bei überdurchschnittlichen 76 Prozent. Die Gesellschaft ist daher in der Lage, für das Gesamtjahr 2013 erstmals eine Dividende in Höhe von 0,05 Euro pro Aktie auszuschütten.

Bei aller Euphorie sollte man die Schwächen nicht ausblenden. So sind die noch überschaubaren Umsatzerlöse auf relativ wenige Kunden verteilt. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass das Gefahren birgt, sollte ein Kunde verloren gehen. Plan Optik hält dagegen: Durch die gemeinsame Produktentwicklung werden Kunden eng gebunden.

Plan Optik punktet mit einer hohen Innovationsstärke und hervorragenden Wachstumsperspektiven. Dank der dynamischen Gewinnentwicklung hat die Aktie auch nach der jüngsten Aufwärtsbewegung mittelfristig noch deutlich Luft nach oben.

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