Nexus
- Michael Schröder - Redakteur

Gesundes Wachstum

Gut gefüllte Orderbücher, zweistellige Wachstumsraten und eine günstige Bewertung laden zum Kauf.

Personalnot im Gesundheitswesen. Wer sie noch nicht am eigenen Leib gespürt hat, der hat sicher schon einmal von ihr gehört. Immer weniger Ärzte und Pflegekräfte treffen auf immer mehr Patienten und pflegebedürftige Menschen - und müssen immer mehr leisten. "Hier kann unsere Software unterstützend dazu beitragen", erklärt Dr. Ingo Behrendt, Vorstand der Nexus AG (WKN 522 090) gegenüber dem AKTIONÄR.

Nexus
5,45 €
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28.01.2011

Die Gesellschaft unterstützt die integrierte Gesundheitsversorgung, die den Datenaustausch zwischen Hausarzt, Krankenhaus und der Rehabilitationsklinik ermöglicht. Vor allem das Klinik-Informations-System (KIS) erfreut sich einer regen Nachfrage. Mit der "One Click to Information"-Philosophie können Ärzte, Pflegepersonal und alle weiteren am Behandlungsprozess beteiligten Personen mit einem Klick zur benötigten Information kommen.

Zweistellige Wachstumsraten

Das spiegelt sich im Zahlenwerk wider. Für 2010 erwarten Analysten einen Umsatz von 44 Millionen Euro und einen Gewinn je Aktie von 0,25 Euro. "Konkrete Planzahlen geben wir nicht aus, aber wenn man sich die letzten drei Quartalsberichte ansieht, dann liegt das nicht außerhalb der Welt", erklärt Behrendt. Der Vorstand will das kontinuierliche Wachstum der letzten zehn Jahre nicht aufgeben: "Wir wollen weiter jedes Jahr zehn bis 15 Prozent beim Umsatz wachsen und das Ergebnis signifikant erhöhen, also stärker steigern als den Umsatz." Bis 2012 könnte der Umsatz daher auf über 57 Millionen Euro steigen. Dabei erwarten Analysten sogar eine Verdopplung des Gewinns auf 0,50 Euro je Aktie.

Neue Aufträge

Die bereits gut gefüllten Auftragsbücher könnten in den kommenden Monaten Zuwachs bekommen. Wettbewerber Siemens zieht sich mit seinem Clinicom-System bis 2013 aus 80 Krankenhäusern zurück. Im Rahmen einer EU-weiten Ausschreibung hat Nexus hier bereits erste neue Kunden gewinnen können. So wurde erst vergangene Woche der Vertrag mit dem GPR Klinikum in Rüsselsheim unterzeichnet. "Stemmen könnten wir alle 80, offen ist, wie viele am Ende zu Nexus kommen", so Behrendt. Analysten schätzen das Geschäftsvolumen je Krankenhaus auf rund eine Million Euro - eine Zahl, die Behrendt aus Wettbewerbsgründen nicht kommentiert. Zudem konnte die Gesellschaft einen prestigeträchtigen Auftrag zur Ausstattung von vier Bundeswehrkrankenhäusern an Land ziehen. Die Bundeswehr hat für ihre Krankenhäuser ein einheitliches Software-System gefordert und dieses ausgeschrieben. "Hier haben wir uns durchgesetzt und werden diese Häuser in allen medizinischen Bereichen für die nächsten fünf Jahre ausstatten", so der Vorstand. 

Gesunde Depotbemischung

Nexus setzt sich am Markt immer weiter durch und sollte Siemens bald den Rang ablaufen. Mit dem Sprung über die Marke von 4,80 Euro hat die Aktie ihren Aufwärtstrend beschleunigt. Auch auf dem aktuellen Kursniveau dient die Aktie als gesunde Depotbemischung. Das nächste Kursziel liegt bei 7,50 Euro. Ein Stopp bei 4,50 Euro sichert ab.

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| Werner Sperber | 0 Kommentare

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