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- Michael Schröder - Redakteur

Endlich Rückenwind

Nach einer mehrmonatigen Talfahrt, ist der Startschuss für eine stürmische Gegenbewegung gefallen.

In der Windbranche herrschen stürmische Zeiten. Der langjährige Boom wurde im vergangenen Jahr jäh gestoppt. Neben dem Einbruch des US-Markts, der Zurückhaltung der Banken bei der Finanzierung von neuen Windprojekten übte die aufstrebende Konkurrenz aus Korea und China Druck auf die europäischen Konzerne aus.

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25.01.2011

Die großen Windanlagenbauer wie Nordex, Repower und Vestas mussten aufgrund von Überkapazitäten deutliche Einbußen hinnehmen und die Prognosen zurückschrauben. Doch mittlerweile scheint die Talsohle durchschritten. So hat der Hamburger Windkraftanlagenhersteller Repower in der vergangene Woche den größten Auftrag seiner Unternehmensgeschichte erhalten. Branchenkenner sehen für 2011 daher wieder Licht am Ende des Tunnels.

Firma profitiert

Dass sich auch in Zeiten wie diesen mit dem Bau von Windparks gutes Geld verdienen lässt, zeigt die PNE Wind AG (WKN A0JBPG). Die Gesellschaft erzielte in den ersten neun Monaten 2010 einen Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) von 7,9 Millionen Euro und damit 2,8 Millionen Euro mehr als noch ein Jahr zuvor. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie belief sich auf 0,09 Euro. PNE Wind profitiert als unabhängiger Projektierer von der sich drehenden Preisspirale. Analysten erwarten für 2010 bei einem Umsatz von 130 Millionen Euro (Vorjahr: 133,5 Millionen Euro) einen Gewinnrückgang von 0,24 auf 0,14 Euro je Aktie. Doch schon im laufenden Jahr dürfte den Schätzungen der Experten zufolge das 2009er-Niveau wieder zumindest annähernd erreicht werden. Daraus resultiert ein 2011er-KGV von 8.

Interessante Projekte

Das langfristig angelegte Geschäftsmodell ist weiterhin intakt. Enormes Wachstumspotenzial hat PNE Wind vor allem im Offshore-Bereich: Die beiden genehmigten Projekte in der Nordsee, Gode Wind I und Gode Wind II, sollen über die nächsten Jahre hinweg ein EBIT von mehr als 80 Millionen Euro einspielen. Noch im ersten Halbjahr will PNE-Vorstand Martin Billhardt das Projekt Gode Wind II an einen Investor übergeben. Die BHF-Bank rechnet im Zuge dessen mit einem Einmalertrag von rund 20 Millionen Euro. Ferner will PNE Wind die Expansion ins Ausland vorantreiben.

Gegenbewegung läuft

Aus fundamentaler Sicht hat die Aktie damit eindeutig Luft nach oben. Trotzdem ist die Marktkapitalisierung seit Mai 2010 von 115 Millionen auf 71 Millionen Euro geschrumpft. Allerdings deutet mittlerweile einiges auf eine Trendwende hin. In der vergangenen Woche hat der Kurs die obere Begrenzung des Abwärtstrends nachhaltig überwinden. Aus charttechnischer Sicht ist der Weg bis in den Bereich um 2,10 Euro geebnet. Werden die genannten Projekte planmäßig übergeben, dürfte der damit aufkommende Rückenwind die Aktie, die sich auch im Online-Real-Depot befindet, mittelfristig sogar bis in den Bereich um 2,50 Euro treiben. Die Kursziele der Analysten liegen derzeit sogar zwischen 2,70 Euro und 4,00 Euro.

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