EQS Group
- Michael Schröder - Redakteur

Eine nachhaltige Erfolgsgeschichte

Die Arbeit dieser Gesellschaft haben Profi-Investoren und Privatanleger immer im Blick.

Nach einem schwierigen Geschäftsjahr 2009, in dem mehr Insolvenzen, Delistings sowie Austritte aus dem Geregelten Markt die Geschäfte belastet hatten, ist die EquityStory AG (WKN 549 416) mittlerweile zurück in der Spur. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist dem Anbieter für Online-Unternehmenskommunikation eine spürbare Umsatz- und Ergebnissteigerung gelungen.

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14.09.2011

In den ersten sechs Monaten 2011 haben die Münchner diesen Trend eindrucksvoll bestätigt: Der Umsatz wurde um 45 Prozent auf 6,5 Millionen Euro und das EBIT um 43 Prozent auf 1,3 Millionen Euro gesteigert. Der Konzernüberschuss legte sogar um 54 Prozent auf 0,94 Millionen Euro zu. Auch der Ausblick passt. DER AKTIONÄR traf die beiden EquityStory-Vorstände, Achim Weick und Robert Wirth, zum Hintergrundgespräch.

DER AKTIONÄR: Herr Weick, Ihre Halbjahreszahlen wurden an der Börse freundlich aufgenommen. Warum läuft das Geschäft derzeit so gut?

Achim Weick: Ein Grund ist sicher das positive Konjunkturumfeld in Deutschland, das unser Newsgeschäft beflügelt hat. Das Nachrichtenvolumen legte im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent zu. Ebenso entscheidend ist aber, dass wir unsere Hausaufgaben gemacht und auch während der Krise mutige Investitionsentscheidungen getroffen haben, die sich nun auszahlen.

Sie sprechen damit das Geschäft in Russland an, oder?

Weick: Das ist richtig, unsere Tochtergesellschaft mit Sitz in Moskau, die für die Large Caps in Russland arbeitet, ist auf einem sehr guten Weg. Das zweite Quartal war erstmals profitabel, denn wir konnten die ersten Kunden von der Umsetzung von Online-Geschäftsberichten überzeugen. Wir sind uns sicher, diesen Bereich dauerhaft etablieren und ausbauen zu können.

Werden auch andere Services von den russischen Kunden nachgefragt?

Weick: Ja, inzwischen nutzt bereits eine Reihe von Unternehmen unser russisches IR.COCKPIT für den Versand von Corporate News und Pressemitteilungen. Mit der Sberbank hat auch das größte Finanzinstitut in Osteuropa uns als Newsprovider ausgewählt. Nicht nur aufgrund dieser Referenz sehen wir in Russland in den nächsten Jahren viel Potenzial für unser Newsgeschäft.

Herr Wirth, neu in der EquityStory-Gruppe ist seit Anfang des Jahres die Webagentur Triplex. Wie entwickelt sich die neue Tochter?

Robert Wirth: Die Integration ist mittlerweile abgeschlossen und alle neuen Ressourcen sind bereits voll ausgelastet. Mit dieser Neuerwerbung erweitern wir unser Geschäft um kommunikationsorientierte Unternehmenswebseiten. Erste Vertriebserfolge konnten wir hier bereits verbuchen. Damit wird die EquityStory AG zum einzigartigen One-Stop-Shop für die Online-Unternehmenskommunikation.

Sind weitere Zukäufe geplant?

Wirth: Unser Ziel ist es, in absehbarer Zeit der führende Anbieter für Online-Unternehmenskommunikation zu werden. Zu unserer Wachstumsstrategie gehören die geografische Expansion und die Ausweitung unserer Produktpalette im angestammten Geschäft Corporate Communications und Investor Relations, aber natürlich auch Akquisitionen - sofern wir ein Unternehmen identifizieren, das zu uns passt. Derzeit bestehen jedoch keine konkreten Übernahmepläne. 

Können die Anleger auch in den nächsten Jahren mit einer Dividende rechnen?

Wirth: Unsere Aktionäre konnten sich in den letzten Jahren stets über eine attraktive Rendite freuen, für 2010 haben wir beispielsweise 60 Cent je Aktie plus 10 Cent Jubiläumsbonus ausgeschüttet. Ohne Bankverbindlichkeiten, mit einem Cash-Bestand von zwei Millionen Euro, einem hohen Cashflow und einer hohen Eigenkapitalquote sehen wir uns gut aufgestellt, um an dieser Ausschüttungspolitik festzuhalten.

Trotz des starken ersten Halbjahres haben Sie die Prognose für das Gesamtjahr unverändert belassen. Sind Sie da nicht ein bisschen zu zurückhaltend?

Weick: Auch wir sehen die Aussichten für die nächsten Monate grundsätzlich positiv. Aufgrund der neuerlichen Turbulenzen an den Finanzmärkten lassen wir jedoch ganz bewusst Vorsicht walten und gehen zunächst weiter von einem Umsatzwachstum zwischen 20 und 25 Prozent sowie einer Steigerung des EBIT von 15 bis 20 Prozent aus. Wir werden aber die Entwicklung im dritten Quartal genau beobachten und können dann zur Veröffentlichung der 9-Monats-Zahlen mit Sicherheit einen detaillierteren Ausblick geben.

Fazit: Gute News und steigende Kurse

Die Internationalisierung des Geschäfts und das wachsende Angebot dürften sich mittelfristig weiter bezahlt machen. Angesichts der guten Marktstellung und der Wachstumsperspektiven ist die EquityStory-Aktie mit einem 2012-er KGV von 11 günstig bewertet. Anleger können bei der recht marktengen Aktie daher mit Limit auf anhaltend gute Nachrichten und steigende Kurse spekulieren.

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